BRAKE Mit einem Besuch im „Plattdeutschen Klassenzimmer“ von Hannelore Bohlken begann am Dienstag die Arbeitstagung des Mesterkrings im Heimatbund für niederdeutsche Kultur „De Spieker“ in Brake. Der Zusammenschluss von Lehrkräften, die an Schulen im Oldenburger Land Plattdeutsch unterrichten, besteht seit 1954. Zweimal im Jahr kommt der Mesterkring zu Arbeitstagungen (Warkeldagen) zusammen. „Wir sind immer da, wo was los ist“, sagt Leiterin (Baas) Rita Kropp.

Im „Plattdeutschen Klassenzimmer“ im Geschäft „creative kids“ von Claudia Struck treffen sich einmal in der Woche Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren, um beim Singen, Basteln und Vorlesen Plattdeutsch zu lernen. An diesem Dienstag steht das Märchen von Schneewittchen und den sieben Zwergen auf dem Programm, Tohörn und Verstahn klappen schon ganz gut. „Dat hebbt ji moi makt“, loben die Gäste.

Bürgermeister Roland Schiefke begrüßt den Mesterkring im Klassenzimmer und und wünscht ihm viel Erfolg bei seiner Arbeit. Im Niedersächsischen Landtag habe es vor einigen Jahren regelmäßig eine plattdeutsche Stunde gegegben, erinnert er sich, und je heftiger die Debatten gewesen wären, desto netter seien sie auf Plattdeutsch gewesen. „Plattdeutsch ist das Besondere unserer Region und muss erhalten werden“, betont er. Hannelore Bohlken dankt er für ihr Engagement und legt ihr die Zusammenarbeit mit der Niederdeutschen Bühne Brake ans Herz, insbesondere mit den „Fleutjepiepern“ und „Spökenkiekern“.

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Die plattdeutsche Sprache erfahre zurzeit eine große Akzeptanz, stellt Rita Kropp fest, aber leider fehle es an Lehrkräften. Eine Aufgabe des Mesterkrings sei, mehr Lehrkräfte zum Plattdeutsch-Unterricht zu ermutigen. Ein Handicap, so Kropp, sei dabei der Erlass des Kultusministerium, dass Plattdeutsch nicht als eigene Sprache unterrichtet werden darf, sondern im Deutschunterricht nur als so genannte Begegnungssprache.

Sie sieht aber auch Fortschritte. Mit Beginn des Wintersemesters wird an der Universität Oldenburg in der Lehrausbildung auch Plattdeutsch-Unterricht angeboten. „Das ist ein großer Schritt vorwärts“, freut sich Kropp.

Lore Timme-Hänsel Redakteurin / Kulturredaktion
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