Berne In den meisten Schulen der Sekundarstufe 1 war es am gestrigen Donnerstag deutlich ruhiger als gewöhnlich. Dafür wimmelte es in vielen Betrieben der südlichen Wesermarsch nur so von neuen, jungen Kollegen, die einmal das Arbeitsleben in ihrem eventuellen Traumberuf kennlernen wollten oder die einfach nur ihre Eltern begleitet hatten.

„Wir laden die Kinder immer nur einmal in unseren Betrieb ein und bei maximal zwölf Kindern ist Schluss. Sonst kann man nicht mehr vernünftig mit ihnen arbeiten“, erklärte Jörn Mönnich. Er ist Ausbildungsleiter bei Aljo in Berne und legt Wert darauf, dass der Nachwuchs an diesem Tag einen guten Überblick bekommt, was mit Aluminium alles möglich ist oder wie das Material verarbeitet wird. Selbstverständlich mussten die acht Jungen und drei Mädchen dabei auch selber Hand anlegen.

Aufgeteilt in Gruppen wurden Alu-Bilderrahmen geklebt, Namensschilder gestanzt, Schatzkästchen gefaltet oder Würfel gefeilt. Während Jan von der Oberschule Elsfleth und Ibrahim vom Gymnasium Vegesack unter Anleitung von Feinwerkmechanikerazubi Nikolai Bruns gekonnt Buchstaben in Alubleche stanzten, feilten Charlotte und Roxana an ihren Würfeln, die später mit Hilfe zuvor festgelegter Koordinaten ihre Augenzahl gebohrt bekamen. Die eher typische „Männerarbeit“ bereitete den beiden Schülerinnen viel Spaß. Einen Job in diesem Beruf konnten sich beide durchaus vorstellen, wie sie erzählten.

Überwiegend in weiblicher Hand ist dagegen die Arbeit im Pflegebereich. Auch im Seniorenheim Kükens wurden gestern neun Schüler begrüßt. Philipp vom Bremer Kippenberg-Gymnasium hatte sich zuvor im Internet über die Berufsbilder im Pflegesektor informiert und gehörte mit Jakub aus Vegesack zu den fünf Jungen, die den Arbeitsalltag einmal hautnah miterleben wollten. Gemeinsam mit Ergotherapeutin Alena Spinning und Janina aus Berne machte er Sitzgymnastik mit den Bewohnern oder lernte, wie man richtig bettet, ohne dass es Druckstellen gibt. „So ein Schnuppertag ist wirklich sehr hilfreich bei der späteren Berufswahl“, waren sich am Ende des Arbeitstages alle einig.

Umfrage
Machen Sie mit beim großen Wesermarsch-Check. Was gefällt Ihnen besonders in Ihrer Gemeinde und wo sehen Sie noch Verbesserungspotential?

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.