Lemwerder „Eigentlich war das Treffen gar nicht geplant“, sind Arnold Driesner und Udo Altmannshofer noch ganz überwältigt von dem, was sich nun aus der Verabredung mit einem alten Schulfreund entwickelt hat.

„Ute Neuhaus (geb. Hoffmann) und Ralph Selle hatten die Idee, für alle Mitschüler unseres Jahrgangs eine eigene WhatsApp-Gruppe zu gründen. Nur drei, vier Leute waren es zuerst“, berichtet Arnold Driesner, wie der Stein ins Rollen kam. Frei nach dem Motto „Wer kennt wen“ nahm die Sache ihren Lauf. Schon nach zwei Wochen war die unter dem Namen „Gute Schulfreunde“ im Internet gestartete Gruppe auf 15 Personen angewachsen. Und so ging es munter weiter.

Driesner hatte im Januar die Kommunikationsmöglichkeit eigentlich nur nutzen wollen, um ein Treffen mit einem Schulfreund zu vereinbaren. Eine ehemalige Klassenkameradin aus der Schweiz, die zufälligerweise ihrer alten Heimat einen Besuch abstatten wollte, kam dazu. Und dann sei alles zu einem Selbstläufer geworden. Es wurden alte Klassenfotos hochgeladen und Udo Altmannshofer begann, Namen, Klassen und Telefonnummern in Listen zu packen. „Mindestens 120 der 134 damaligen Mitschüler haben wir so erreicht. Wir haben dann überlegt, wo wir ein Treffen veranstalten könnten“, berichtet der ambitionierte Hobbyfotograf, wie es weiter ging. Denn einen bezahlbaren Raum für die rund 60 Interessierten zu finden, war gar nicht so einfach, so die Erfahrung. Fündig wurden die Organisatoren schließlich bei der Lemwerderaner Kirche, die gerne ihren evangelischen Gemeindesaal zur Verfügung stellte.

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Und dort gab es an einem sonnigen Juniwochenende mit Salaten, Grillwurst, Kuchen und alten Geschichten 35 Jahre nach dem Schulabschluss ein großes Wiedersehen. Vertreter aus allen fünf Klassen und sogar einige der damaligen Lehrkräfte nahmen daran teil.

Nach so langer Zeit gab es viel zu erzählen und jede Menge mitgebrachte Fotos machten die Runde. Herzlich wurde beispielsweise darüber gelacht, wie während einer Klassenfahrt nach Arnsberg sich bei einem Schüler die zum Abseilen zusammengeknoteten Bettlaken lösten. Er wollte den Mädchen einen Besuch abstatten. Frau Janßen, die dort Aufsicht hatte, rettete den Ausbrecher vor dem strengen, zum Glück tief schlafenden Lehrer, der die Schlafräume der Jungen bewachte. Sie sorgte dafür, dass er, bevor der Lehrer erwachte, wieder unbemerkt in sein Zimmer kam.

„Wenn er könnte, würde er gerne alles noch einmal erleben, habe Peter Teckentrupp von all den tollen Sachen geschwärmt, die er mit seinen Realschülern damals erlebt hatte“, freute sich Udo Altmannshofer, dass der Lehrer so positive Erinnerungen an die Eschhofschule hatte. Und positive Erinnerungen hatten auch die rund 60 anderen Teilnehmer, die bei dem Wiedersehen nach so langer Zeit sofort miteinander warm wurden. Sicherlich werden bis zum nächsten Treffen nicht erst wieder dreieinhalb Jahrzehnte vergehen.

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