Lemwerder Ab sofort kochen die Krippenkinder der Kita Lemwerder selbst: Denn am Montag wurde die in der benachbarten Eschhofschule bestellte Outdoorküche geliefert und sofort begeistert von den Knirpsen in Beschlag genommen. Allerdings könnte es sein, dass das Angebot mit „Sandkuchen“, „Matschsuppe“ oder „Grassalat“ nicht so ganz jedermanns Geschmack trifft.

Man sei bei der Feier am Quartierstreff mit der Schulfirma „Holzkopf“ ins Gespräch gekommen. Dort war eine von den Schülern produzierte Bar aufgestellt, berichtete Kita-Leiterin Rita Naujoks. Sie begrüße es sehr, wenn sich die örtlichen Einrichtungen gegenseitig unterstützen, betonte sie. Gerne wurde darum der Schulfirma, deren scheidender „Geschäftsführer“ Nick Näther zusammen mit Sozialarbeiterin Felicitas Steen das Bauwerk übergab, der Auftrag erteilt.

Davon, wie die hölzerne, beidseitig bespielbare Kinderküche aussehen sollte, hatte Rita Naujoks bereits konkrete Vorstellungen. Und die wurden unter Berücksichtigung sämtlicher Unfallschutzvorschriften von der Holz-AG umgesetzt. Emsig wurden von vier der acht Mitarbeiter in den letzten Wochen Paletten auseinandergebaut, die Bretter immer wieder geschliffen und anschließend geölt, um sie außentauglich zu machen. Kippsicher, glatt und mit der Möglichkeit, auf der Rückseite weitere Spielideen zu installieren, wie etwa ein Rohr als Murmelbahn, überzeugte die Küche Klein und Groß so sehr, dass die Kita-Leiterin der Sozialarbeiterin gleich ihren nächsten Wunsch präsentierte: eine hölzerne Bobbycar-Tankstelle.

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Nick und viele seiner „Holzkopf-Kollegen“ haben ihre Schulzeit an der Eschhofschule mit diesem Schuljahr allerdings beendet. Statt einer Ausbildung im Bereich Holz wird Nick jedoch erst einmal eine weiterführende Schule besuchen und – wenn alles klappt – später studieren.

Was sie in dieser Zeit alles gelernt haben, wird den jungen Leuten erst später bewusst werden, ist sich Felicitas Steen sicher, dass den Schulabgängern weitaus mehr als das Handwerkliche von Nutzen sein wird.

Ob im kommenden Schuljahr allerdings erneut eine Schülerfirma im Bereich Holz aufgebaut werden kann, sei noch nicht ganz klar. Das hänge davon ab, ob der Werklehrer weiterhin zur Verfügung steht, hieß es.

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