Nordenham Den Schultisch mit der Werkbank tauschen: Das haben sieben Schüler der Oberschule 1 Nordenham in den vergangenen Monaten jeden Donnerstagmittag gemacht. Statt Füller und Lehrbuch nahmen sie Werkzeuge und Metallteile in die Hand. Seit den Osterferien arbeiteten die Oberschüler zusammen mit Auszubildenden an Werkstücken in der Ausbildungswerkstatt von Premium Aerotec.

Flieger überreicht

Pünktlich zu den Sommerferien waren die selbstgebauten Modellflugzeuge aus Metall fertig. Ausbilder Horst Decker sowie die Auszubildenden Doreen Hoffmann und Phillip Tatje brachten die Flieger in die Schule an der Pestalozzistraße. Die beiden Auszubildenden kennen diese aus eigener Anschauung, waren sie doch einmal selbst Schüler der Realschule 1, die inzwischen eine Oberschule ist. Auch sie hatten als Schüler an dem Kooperationsprojekt teilgenommen und stehen damit in einer ganzen Reihe von Absolventen der Oberschule 1, die heute bei Premium Aerotec arbeiten. Dazu beigetragen hat auch die Kooperation der Schule mit dem Einswarder Betrieb.

Vor genau 20 Schuljahren startete das erste Kooperationsprojekt mit Schülern und Auszubildenden unter der Leitung eines Ausbilders. „Technisches Werken“ nannte sich das Angebot, bei dem sechs Schüler und sechs Auszubildende Bistro-Tische und Sitzgruppen für die Schulcaféteria bauten. In der Zwischenzeit sind viele andere Projektaufgaben abgearbeitet worden: Pinnwände für die Aula, Zeitschriftenständer aus Flugzeugschalen-Elementen oder Uhren, die für einen guten Zweck versteigert wurden. Weithin sichtbares Zeichen der Zusammenarbeit zwischen Schule und Flugzeugwerk ist das Windspiel an der Martin-Pauls-Straße.

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In diesem Jahr durfte das Modell etwas kleiner ausfallen. „Am Anfang bekamen wir einen Metallblock“, erzählt Niklas Bargmann. Bis irgendwann ein Metallflugzeug daraus entstand, vergingen einige Wochen. „Feilen, bohren, Metallteile zuschneiden: Das waren unsere Aufgaben“, sagt Nico Hillen. Beide Neuntklässler gehörten zur diesjährigen Schulauswahl, die sich nach einer Bewerbung für das Projekt qualifiziert hatte. Ebenfalls in die Auswahlgruppe kamen Jan-Niklas Gerdes, Bettina Müller, Marcel Hollmann, Daniel Krecker und Lina Sophie Maas.

Was vor 20 Jahren als beispielhaftes Projekt begann, haben heute viele Schulen übernommen. Die Oberschule 1 hat inzwischen ihre Zusammenarbeit mit Wirtschaftsbetrieben auf eine breite Basis gestellt und arbeitet nun mit über 20 Betrieben der Region eng zusammen. Neben dem Projekt in der gemischten Gruppe von Schülern und Auszubildenden gibt es Tages- und Wochenpraktika, Betriebsbesichtigungen und Berufsorientierungstage mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Bisher hatten die Acht- bis Zehntklässler bis zu 60 Tage zur Berufsvorbereitung in ihrer Schulzeit. Ab dem kommenden Schuljahr werden die neuen Achtklässler – sie sind dann im Oberschulzweig – bis zu 90 Tage Berufsorientierung in den letzten drei Schuljahren haben.

Angebot erweitert

Die Oberschule hat auch ihr Projektangebot erweitert. Während ihre Mitschüler nach Einswarden fuhren, gingen Luca Reck, Rozelien Erol, Nikita Immoor jeden Donnerstag in die Filiale der Raiffeisenbank Nordenham. Hier arbeiteten die Neuntklässler unter Begleitung von Miriam Briesenick eine Präsentation aus über Geldanlagemöglichkeiten und machten erste praktische Schritte im kaufmännischen Berufsfeld. Ihre Ergebnisse präsentierten sie kurz vor den Sommerferien der Öffentlichkeit. „Wir bemühen uns, unsere Berufsvorbereitungsangebote möglichst vielfältig aufzustellen,“ sagt Martin Dammann, Fachleiter für Wirtschaft an der Oberschule 1 Nordenham.

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