Lemwerder Die sechsjährige Emma Anna hat kein Problem, den Haken für ihre Kleidungsstücke zu finden. Denn an der Garderobe in den Räumen der ehemaligen Grundschule West haben die Mitarbeiter der Kita Lemwerder Bilder der Kinder angebracht. So ist es für die Kleinsten ein Kinderspiel, den Platz für ihre Sachen zu finden.

Eine Woche nachdem das Gebäude der Kita einem verheerenden Brand zum Opfer gefallen war, wird im Übergangsquartier versucht, wieder den Alltag ins Leben der Kinder und der Erwachsenen einziehen zu lassen. „Es ist alles sehr emotional“, gibt Erzieherin Elke Witte zu. Sie wie andere haben an dem Zustand zu knapsen. Bekanntes ist verloren gegangen, jetzt muss sich neu orientiert werden. „Keiner weiß so genau, wie das laufen wird“, blickt Elke Witte gespannt dem ersten Tag im neuen Umfeld entgegen.

Singtreff in Bardewischer Kirche

Singtreff statt Mamalamams heißt es am Sonnabend, 17. Mai, für Eltern, Großeltern und alle, die sich den Kita-Kindern verbunden fühlen. Statt sich in der Einrichtung einen Überblick über die Arbeit zu machen, ist für diesen Tag um 11 Uhr ein Singtreff in der Kirche in Bardewisch angesetzt. Willkommen sind dabei auch die vielen Helfer.

Viele Eltern bringen ihre Kinder in die Kita. Sie bleiben länger, versuchen ihren Kindern zu helfen, sich in der neuen Umgebung zu orientieren. Mia (3) wird von ihren Eltern begleitet. Sie hat keine Probleme. „Das ist einmalig schön“, findet Antje Frey und hebt die Arbeit hervor, die in der vergangenen Woche geleistet worden ist.

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Andere Kinder gehen langsam den Flur entlang, halten die Hand der Mutter. Das gibt Sicherheit; das hilft, die Situation zu meistern.

Für Uta Tolck ist es, als würde das Gebäude aus dem Dornröschenschlaf erwachen. Bis vor zwei Jahren unterrichtete sie noch in der Schule, bevor diese geschlossen wurde. In der vergangenen Woche hatte sie den Notdienst für ihre Tochter Greta in Anspruch genommen. Jetzt ist wieder der Alltag eingekehrt. Auch für Bennet (4), der eine Woche bei den Großeltern in Jever verbracht hatte.

Viele der 80 Kinder gingen am Montag schnell zur Tagesordnung über. Sie nahmen das neue Spielzeug in Besitz, das die Kita von vielen Stellen geschenkt bekommen hatte. So überreichte Anja Meiners Handpuppen an Erzieherin Mareike Krüger.

Noch unvollständig, aber schon ein Anziehungspunkt ist das Aquarium, das Oliver Grotheer organisiert hat. Der Außendienstmitarbeiter konnte dies sehr kostengünstig bei einem Kunden auftreiben. Zusammen mit Erzieher Manfred Klindt hat er es eingerichtet. Vergeblich suchen die Kinder noch nach Fischen, die in etwa zwei Wochen Einzug halten werden. Grotheer ist begeistert über die Resonanz auf seinen Internetaufruf, Geld für das Aquarium zu spenden.

Mittags müssen sich die Kinder an Neues gewöhnen. Statt in den Gruppen zu essen, treffen sie sich alle gemeinsam in der neuen Mensa. Ein lautes Unterfangen, wie es Leiterin Rita Naujoks formuliert. Das war genauso ungewohnt, wie so vieles an dem ersten gemeinsamen Tag nach dem Brand vor einer Woche, der Kindern und Betreuern vieles genommen hat.


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Fried-Michael Carl Berne/Lemwerder / Redaktion Elsfleth
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