Brake Der Jugendtreff Brake platzt aus allen Nähten. Die Grenzen der Kapazität seien erreicht, merkte Andre Ziemann während der Sitzung des Jugend-, Sport- und Sozialausschusses am Dienstagabend an. In seinem Bericht über die außerschulische Jugendarbeit in Brake berichtete er, dass man nicht auf die große Anzahl an jugendlichen Flüchtlingen eingestellt sei. Weitere Angebote seien nötig, um den Jugendtreff entlasten zu können. Lediglich zwei Mitarbeiter könnten die Arbeit auf Dauer nicht bewältigen.

Ein Problem, wie es Andre Ziemann von der städtischen Jugendarbeit formulierte, sind die Flüchtlingskinder, die ratsuchend in den Jugendtreff kämen. Sie bildeten mittlerweile auch die größte Besuchergruppe. Aufgrund der Sprachbarrieren sei es sehr zeitaufwendig, ihnen die erforderliche Hilfe zukommen zu lassen. „Es ist schon schwierig, ihnen einen Mietvertrag zu erklären“, merkte Andre Ziemann an.

Auch der seit dem 25. Februar installierte Kindertag im Jugendtreff sorgt für reichlich Arbeit. Denn bis zu 45 Grundschulkinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren werden nach Andre Ziemanns Worten betreut. Da sei kaum Luft mehr nach oben. „Da muss langfristig eine Lösung her. Wir wären gezwungen, aus dem offenen ein geschlossenes Angebot zu machen“, so der Jugendsozialarbeiter. Er riet dazu, die Entwicklung bis zum Herbst abzuwarten. „Wir sehen den Bedarf, dass wir etwas machen müssen“, betonte Fachbereichsleiter Uwe Schubert hinsichtlich der personellen Situation.

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Wie das Angebot noch verbessert werden kann und was sich die Besucher des Jugendtreffs wünschen, soll anhand von Fragebögen ermittelt werden. 900 wurden an Grundschulen, der IGS und am Gymnasium sowie per Internet verteilt. Es gab 785 Rückläufe. Im Herbst würden die Ergebnisse vorliegen.

Dass das Actimo, der rollende Bauwagen für die dezentrale Jugendarbeit in den Ortsteilen, noch nicht abgeschrieben sei, merkte Nicole Buntrock (SPD) an. Für den Erhalt seien schon 2000 Euro gesammelt worden, eine Unterschriftenaktion laufe derzeit. Bezüglich der Arbeit im Jugendtreff machte Daniel Stellmann (CDU) deutlich, dass das, was als Notlösung fürs Actimo gedacht war, gut funktioniere. Man müsse noch herausfinden, aus welcher Ortsteilen die Kinder und Jugendlichen kämen, um den Bedarf besser einschätzen zu können. Die Übergangslösung sei eine prima Sache, befand auch Hans-Dieter Beck (CDU).

„Wir wollen erreichen, dass das Actimo nicht verkauft wird“, sagte Hans-Werner Bergner (SPD). Bürgermeister Michael Kurz (SPD) dazu: „Das Actimo wird nicht verkauft. Es steht auf dem Bauhof.“ Der Beschlussvorschlag, dass für sechs- bis zwölfjährige Kinder das Alternativangebot in Form des Kindertages im stationären Jugendtreff bei der Großsporthalle fortgeführt wird, wurde einstimmig angenommen.

 Das Actimo der städtischen Jugendarbeit Brake ist Ende August 2015 aufgrund eines Schimmelbefalls und der damit verbundenen gesundheitlichen Risiken geschlossen worden. Die offene Arbeit mit Kindern wird weitergeführt.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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