Nordenham Wer hätte das gedacht: Naturwissenschaft kann richtig Spaß machen. Vor allem dann, wenn Frank Patzke mit dem Feuer spielt. Im Hauptberuf ist er Chemiker bei Kronos Titan. Am Dienstag präsentiert er den Kindern in der Friedeburg eine beeindruckende Feuershow. Die Jungen und Mädchen machen große Augen, als die Flammen aus dem Ruben'schen Flammenrohr zur Trommelmusik des Safri-Duos tanzen. Ein schöner Abschluss für die Kinder, die in der Friedeburg einen spannenden Vormittag erleben.

Zum fünften Mal ist die Nordenhamer Stadthalle Schauplatz für den „Tag der kleinen Forscher“. Am Dienstag und an diesem Mittwoch bekommen hier insgesamt 250 Fünfjährige einen Einblick in Naturwissenschaft und Technik. „Wir wollen die Kinder neugierig machen. Es geht hier nicht um Formeln, sondern um das sinnliche Erleben“, sagt Jochen Dudeck.

Der Leiter der Nordenhamer Stadtbücherei koordiniert in Nordenham das Netzwerk „Haus der kleinen Forscher“. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Ausbildung von Erzieherinnen, die an den Kindergärten gemeinsam mit den Jungen und Mädchen kleine naturwissenschaftliche Experimente machen. An allen Nordenhamer Kindergärten gibt es inzwischen Erzieherinnen, die das umsetzen. Und selbst außerhalb von Nordenham machen einige Einrichtungen mit.

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Acht Stationen

Der „Tag der kleinen Forscher“ ist alljährlich der Höhepunkt. An acht Stationen können die Kinder Naturwissenschaft hautnah erleben. Zum Beispiel bei Frank Patzke. Er gehört neben Heide Schlack und Markus Willms zu den Trainern, die das Kindergartenpersonal ausbilden. Beim Forschertag zeigt er, wie ein Feuertornado entsteht und wie die Flammen tanzen, wenn sie mit Musik beschallt werden. Sein junges Publikum macht ganz große Augen.

Die Drittklässler der Südschule und die Viertklässler der Grundschule Phiesewarden haben sich weiße Laborkittel angezogen und zeigen den Fünfjährigen, wie sie mit Hilfe von Rotkohlsaft Regenbogenfarben herstellen können. Die Schüler schlüpfen für einen Vormittag in Lehrerollen. „Das ist für sie eine ganz tolle Erfahrung“, sagt Lehrerin Sandra Büsing. Ihre Kollegin Rhonda Eich stimmt ihr zu: „Ein tolles Erlebnis für die Schüler.“ Die Nachwuchsforscher machen ihre Sache prima.

Am Stand des Kinderschutzbundes können die jungen Forscher mit Licht und Schatten experimentieren. Am Stand der Kinder- und Jugendfarm geht es um den Herbst. Die Stadtbücherei macht mit. Zehntklässler der Realschule am Luisenhof haben aus Styropor und Pappmaché ein Wasserkraftwerk und ein Pumpspeicherkraftwerk gebaut, mit dem sie tatsächlich eine Glühlampe zum Leuchten bringen.

Zum Anfassen

Auch hier erleben die kleinen Forscher Naturwissenschaft zum Anfassen. Und sie machen die Erfahrung, dass Naturwissenschaft richtig Spaß machen kann. Vielleicht erinnern sich die kleinen Forscher daran, wenn sie irgendwann einmal vor der Frage stehen, welchen Beruf sie ergreifen wollen. Gerade in den Naturwissenschaften wird schon jetzt dringend Nachwuchs gesucht. Da kann es nicht schaden, schon jetzt die Begeisterung dafür zu wecken.


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Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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