SüRWüRDEN An etlichen Standorten der allgemein- und berufsbildenden Schulen des Landkreises machen sich die rückläufigen Schülerzahlen bemerkbar, so dass es teilweise zu zwei- oder sogar einzügigen Jahrgängen kommt. Über diese und weitere aktuellen Probleme an ihren Schulen sprachen jetzt 41 Personalräte und Vertrauensleute der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in der Gaststätte Kiek mol rin in Sürwürden.

Etliche Pensionierungen

Am Ende dieses Schuljahres stehen nach den Angaben der GEW etliche Pensionierungen an, die längerfristigen Ausfälle von Lehrkräften durch Erkrankungen nehmen zu. Die ausgeschriebenen neuen Stellen seien zum großen Teil noch nicht besetzt. Zum neuen Schuljahr würden zum Ausgleich der Unterrichtsversorgung etliche Abordnungen und Versetzungen notwendig werden.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Über das Verfahren bei Stellenbesetzungen informierte Dieter Knutz vom Schulbezirkspersonalrat. Zur Einführung der Oberschule führte Dieter Knutz aus, dass der entsprechende Unterricht mit Klasse 5 beginne und die neue Schulform dann mit jedem neuen Jahrgang allmählich durchwachse bis nach Klasse 10. Die bisherigen HRS-Klassen würden bis zu ihrer Entlassung mit dem Ende der Klasse 10 weiter nach den entsprechenden Erlassen für die Hauptschulen und Realschulen unterrichtet.

Kritisch äußerte sich Dieter Knutz zu den Klassengrößen an den Oberschulen: „Es ist zu erwarten, dass die Hauptschulklassen zunehmend zu klein werden, so dass es folglich eher zu entsprechend größeren gemischten HS/RS-Klassen kommt mit bis zu 28 Schülern. Was das für den Unterricht bedeutet, kann sich jeder lebhaft ausmalen“, sagte er.

Sozialpädagogen zugesagt

Die insbesondere in der Aufbauphase sinnvolle Stelle eines didaktischen Leiters werde erst nach dem vollständigen Durchlauf des ersten Jahrgangs eingerichtet, und dann auch nur bei einer beständigen Schülerzahl von über 280. „Aber welcher Schulstandort schafft das denn in der Wesermarsch?“

Auch die für diese neue Schulform zugesagten Sozialpädagogen stellten keine Erweiterung über die bisher an den Hauptschulen vorhandenen Stellen dar, sondern es handele sich lediglich um diejenigen, die dort bereits vorhanden seien. Neue Stellen seien nicht absehbar. „Insgesamt also keine besonders rosigen Aussichten für die neue Oberschule“, stellte er fest.

Abschließend wurde Dieter Knutz vom GEW-Kreisvorstand und den Teilnehmern für seine langjährige Tätigkeit gedankt. Mit Ablauf dieses Schuljahrs tritt er in den Ruhestand ein. Die Einrichtung dieser Schulpersonalräte- und GEW-Vertrauensleutekonferenz vor 15 Jahren nach der Abschaffung der Personalvertretung auf der Landkreisebene geht zurück auf seine Initiative als damaliger GEW-Kreisvorsitzender. Die Schulpersonalräte dankten Dieter Knutz vor allen Dingen für seinen unermüdlichen Einsatz für die Interessen der Lehrkräfte und seine stets hilfreiche Beratung. Damit er den Landkreis auch einmal aus einer anderen Perspektive betrachten kann, schenkte ihm der GEW-Kreisvorstand eine Ballonfahrt.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.