Nordenham Mit der Losung „Abi-Lantis – Wir wollen nicht untergehen“ hatte sich der Abi-Jahrgang 2016 des Nordenhamer Gymnasiums in Anlehnung an die Zerstörung des mythischen Inselreiches Atlantis Mut machen wollen. Doch Untergangsstimmung, so Oberstudiendirektor Klaus-Dieter Laske in seiner Festrede anlässlich der Verabschiedung von 86 Abiturienten und zehn Fachabiturienten am Freitagabend, sei völlig fehl am Platz: Die 384 Abiturklausuren und 130 mündlichen Prüfungen seien gut gemeistert worden, lobte er.

Bei einer Notenbandbreite zwischen 1,1 und 3,6 liege der Jahrgangsschnitt mit 2,65 zwar leicht unter dem des Vorjahres, dafür aber auch ebenso leicht über dem Landesdurchschnitt. Zwölf Schüler, also jeder Siebte, hätten sogar eine Eins vor dem Komma. Klaus-Dieter Laske: „Um den Untergang zu vermeiden, habt ihr euch selbst überwunden und sicher so manches Mal gegen euren inneren Schweinehund gekämpft. Für diesen gewonnenen Kampf erhaltet ihr heute eure Reifezeugnisse.“

Die großen und drängenden Probleme der Menschheit ließen derweil auch keine Zeit für Selbstzweifel, meinte der Schulleiter. „Ich wünsche mir, dass ihr in Zukunft an Lösungsansätzen mitwirkt und gestalterisch tätig werdet. Wir brauchen junge, engagierte Menschen wie euch. Dass ihr dazu in der Lage seid, habt ihr längst unter Beweis gestellt.“ An die Eltern richtete Klaus-Dieter Laske den Appell, loszulassen: „Ihre Kinder werden flügge und von heute an eine neue Aufgabe übernehmen und somit eine neue und gegebenenfalls entfernte Welt betreten.“

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Besondere Erwähnung fanden die Schüler Tobias Janke, Sebastian Rachow und Lennart Lorenz, die ihr Abi mit den Traumnoten 1,1 sowie 1,4 und 1,5 gebaut haben. Traditionell gratulierte ihnen die stellvertretende Landrätin Heidi Brunßen im Namen des Kreistages und überreichte ein kleines Geschenk. „Wer sein Ziel kennt, wird auch seinen Weg finden. Aber setzt euch realistische Ziele,“ gab sie den Absolventen mit auf den Weg. Und Nordenhams Bürgermeister Carsten Seyfarth fügte einen Wunsch hinzu: „Gebraucht stets euren Verstand, denn einfache Lösungen gibt es zwar viele, doch einfach sind die guten Lösungen nur selten.“

Den Buchpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für hervorragende Leistungen im Fach Physik überreichte Klaus-Dieter Laske an Tobias Janke und den Preis der Deutschen Mathematischen Vereinigung (DMV) für außerordentliche Leistungen im Abiturfach Mathematik an Stenley Keller. Eine besondere Erwähnung fand zudem der Abiturient Corvin Berndt, der sich vor einem Millionenpublikum in der ZDF-Sendung „Wetten, dass…“ sehr erfolgreich geschlagen hatte. Für ihren besonderen sozialen Einsatz als Mitglieder des Schulsanitätsdienstes dankten der Schulleiter und Dr. Sebastian Wegener den Abiturientinnen Ekatarina Ort, Laura Kunisch, Jenny-Lee Klein, Christina Gall, Kristin Minks und Gesa Laarmann.

Den musikalischen Rahmen der Verabschiedungsfeier, die nach zwei Jahren als Open-Air-Veranstaltung diesmal des unbeständigen Wetters wegen wieder in der Schulstraße stattfinden musste, gestalteten die Trommel-AG sowie die Schulband unter der Leitung von Annette Grunwald.

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