Stadland In fast allen Stadlander Kindertagesstätten wird es eng. Auf konkrete Schritte gegen die Platzknappheit hat sich der Jugend- und Sozialausschuss des Rates aber in seiner jüngsten Sitzung noch nicht geeinigt.

Mietlösung schwierig

Im Gespräch ist, Container aufzustellen, andere Gebäude zu mieten oder mehr Tagesmütter einzusetzen. Doch erstens haben diese Vorgehensweisen ihre Tücken und zweitens stehen noch nicht alle Zahlen für das neue Kindergartenjahr fest. Alle Fraktionen vermuten aber, dass der Bedarf weiter steigen wird.

Deshalb schlug der Seefelder Sozialdemokrat Markus Dollerschell vor, die Gemeinde könne Gebäude für weitere Kindergartengruppen mieten. Dazu sagte Corinna Evers, die im Rathaus für Kindergärten zuständig ist: Kindergartenräume müssten hohe Anforderungen erfüllen, etwa für sanitäre Anlagen. Deshalb werde das nicht einfach.

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Keine Tagesmütter

Auch mit Tagesmüttern sieht es in Stadland schlecht aus, wie Heike Woltmann-Mehrens sagte, die für das Qualitätsmanagement in den Stadlander Kindertagesstätten zuständig ist: In Rodenkirchen gibt es keine Tagesmütter und die Pflegekräfte in den anderen Dörfern sind bis ins nächste Jahr ausgelastet.

Im Rodenkircher Kindergarten Regenbogen sind schon 95 der 100 Vormittagsplätze im nächsten Jahr belegt. Auch die verbleibenden Plätze dürften nicht frei bleiben. Auf der Warteliste sind dann noch zwei Kinder, die die Gemeindeverwaltung auf die Nachmittagsgruppe verwiesen hat, was die Eltern aber ablehnen.

Von den 25 Nachmittagsplätzen sind 11 frei; der Andrang ist gering, weil die meisten Mütter vormittags arbeiten und nicht nachmittags.

In der Rodenkircher Krippe Löwenzahn sind im nächsten Kindergartenjahr alle 30 Plätze vergeben, 6 Kinder stehen auf der Warteliste. Im Hort in der Grundschule Rodenkirchen sind ebenfalls alle 32 Plätze vergeben; 3 Kinder müssen mit der Warteliste vorlieb nehmen.

Im Kleinensieler Kindergarten Firlefanz sind alle 25 Plätze vergeben, in der Krippe alle 15; dort steht ein Kind auf der Warteliste.

Im Seefelder Kindergarten Traumland sind 30 der 35 Plätze für 2017/18 belegt, eine Warteliste gibt es nicht.

Vorzeitiger Wechsel

In der Schweier Kindertagesstätte Lüttje Lüü ist die Situation je nach Bereich unterschiedlich: In der Krippe sind 2017/18 alle 15 Plätze belegt, 3 Kinder stehen auf der Warteliste, im Kindergarten sind noch 3 Plätze frei. Deshalb sollen die Kinder, die im nächsten Kindergartenjahr 3 Jahre alt werden, in den Kindergarten wechseln, so dass die Kinder von der Warteliste in die Krippe nachrücken können. Von den 20 Hortplätzen sind nur 13 vergeben, so dass im nächsten Jahr noch 7 Plätze belegt werden können.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Günter Busch sprach sich dafür aus, zunächst Kinder aus anderen Gemeinden abzulehnen. Es müsse alles getan werden, damit junge Eltern nicht aus Stadland wegziehen, weil es keine Kindergartenplätze gibt. Vorrang hätten Rodenkirchen und Kleinensiel. Klar sei aber auch: Große Bauvorhaben könne es nicht geben.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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