EINSWARDEN Im Physikraum der Schule Am Luisenhof drängen sich Schüler und Eltern so dicht, dass ihnen fast so warm wird wie auf Hawaii. Sie alle lockt ein angekündigter Vulkanausbruch: Um Punkt 10.30 Uhr soll die Lava des Mauna Kea über den Rand des Vulkankegels schwappen.

Der Mauna Kea liegt auf Hawaii, und dieser 50. Bundesstaat der USA mitten im Pazifik war eines der Themen der Projektwoche „Eine Reise um die Welt“. Am Donnerstagvormittag, in den letzten Stunden vor den Osterferien, präsentierten Schüler und Lehrer den Eltern die Ergebnisse – und viele neue Erkenntnisse. Die Resonanz der Eltern war für einen Werktag erstaunlich gut.

Der Physiklehrer Matthias Schröder und sein Kollege Manfred Korfe hatten den Schülern Anfang der Woche gezeigt, wie sie einen Vulkan simulieren können – nämlich mit Backpulver, Essig und roter Lebensmittelfarbe.

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Hawaii ohne Toast

Und wer sich im Physikraum noch etwas mehr Zeit lässt, kann erfahren, dass das Hawaii-Toast auf Hawaii völlig unbekannt ist. Ein deutscher Fernsehkoch hat es 1955 erfunden.

Etwa zur gleichen Zeit brütet der Realschulrektor Wolfgang Battenberg über einem 44-teiligen Großbritannien-Puzzle. Der Englisch- und Geografielehrer braucht exakt 5 Minuten und 28 Sekunden, um aus den Teilen das Vereinigte Königreich zu formen. Am schnellsten war die Neuntklässlerin Nicole Müller mit 3 Minuten und 33 Sekunden.

Ein paar Schritte weiter puzzelt auch Stefanie Meyer. Aus rund 40 bemalten Papierstückchen setzt sie eine Zeichnung zusammen, die zwei Kängurus zeigt. Dieses Puzzle der Australien-Gruppe erscheint so kompliziert, dass die Lehrerin erst die fünfte Kandidaten ist.

Sie selbst leitet die Russland-Gruppe und freut sich, dass einige aus Russland stammende Schüler sich dort engagiert haben. Wladimir aus der 7H1 steht die Pelzmütze mit Hammer und Sichel ganz gut, und auch mit dem kyrillischen Alphabet kennt er sich aus. Der aus Moskau gebürtige Viktor ist damit vorsichtiger.

Zur Vorsicht gemahnt auch das gewaltige hölzerne Samurai-Schwert, das die Japan-Gruppe gleich am Eingang präsentiert. Diese Waffe ist, ebenso wie das kurze Wakizashi-Schwert, im 15. Jahrhundert entstanden, erklärt Elisabeth Eifeld aus der 10H1. Über die typisch japanischen Manga-Comics informiert nebenan Marnie Laverenz aus der 10H3.

Die zehnjährige Duygu ist Kanada-Fan. Sie hat ein Plakat über die kanadische Kultur erstellt, dem beispielsweise zu entnehmen ist, dass in Kanada ein gelegentlicher Schluck aus dem Flachmann zum guten Ton gehöre.

Mangos und Reggae

Einen guten Ton ganz anderer Art produziert die zehnjährige Elvan, die in die 5R2 geht. Sie bläst auf einer großen Conche-Muschel, wie es die Fischer in der Karibik tun, wenn sie mit einem guten Fang zurückkehren. „Mit dem Ton locken sie Kunden an“, sagt die Lehrerin Angelika Zöllner, die die Karibik-Gruppe betreut. Hier gibt es auch karibische Früchte, etwa Ananas, Mango, Drachenfrucht und Kokosnuss, sowie Reggae-Musik. Ein Plakat zeigt den 1981 verstorbenen Reggae-Musiker Bob Marley.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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