Seefeld „Wir freuen uns riesig, wieder bei guten Freunden zu sein.“ Das sagte Valentina Klakevitsch, die Betreuerin der zehn Kinder aus der Region Wolkowysk in Weißrussland, die seit Sonnabend zu einem dreiwöchigen Erholungsaufenthalt in Stadland sind. Ihr Gastgeber ist wieder die Seefelder Initiative „Kinder von Tschernobyl“.

Deren Verantwortliche sowie Vertreter der Gemeinde hießen die je fünf Mädchen und Jungen im Alter von zehn bis 13 Jahren am Dienstagnachmittag in der Seefelder Pastorei willkommen.

Als er vor einigen Monaten auf das Konto der Initiative schaute, habe er bezweifelt, dass diese Aktion, die seit 1992 jährlich stattfindet, wieder finanziert werden kann, machte Pastor Walter Janßen deutlich. Erstaunlicherweise seien die 5500 bis 6000 Euro, die der Aufenthalt kostet, aber doch noch zusammengekommen. Dafür dankte der Vertreter der Seefelder Initiative allen Spendern und auch den Helfern, die sich in den kommenden Wochen für die jungen Gäste engagieren.

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Eine schöne Zeit und gute Erholung wünschte der stellvertretende Bürgermeister Hans Schwedt den Kindern. CDU-Fraktionschef Günter Busch wies darauf hin, dass das vor über 30 Jahren explodierte Kernkraftwerk in Tschernobyl auch heute noch negative Auswirkungen auch auf die erst 20 Jahre später geborenen Kinder habe. Um ihnen eine Erholung zu ermöglichen, hatten sich Anfang der 1990er-Jahre Bürger in Seefeld zusammengetan. Die Initiative sei zunächst von der Gemeinde unterstützt worden. Seit Jahren finanziert sie sich ausschließlich aus Spenden.

Gerade mit ihrer Schulklasse aus Frankreich zurückgekehrt, treffe sie jetzt Kinder aus Weißrussland. „Die Welt ist kleiner geworden und zusammengerückt. Das ist von Vorteil, denn wenn man sich kennt, hilft man sich und lebt friedlich miteinander“, sagte Elke Kuik-Janssen, Vorsitzende der Grünen-Ratsfraktion.

Für ihre Grußworte, aber auch für ihre Spenden, wurden Hans Schwedt, Günter Busch und Elke Kuik-Janssen wie auch Walter Janßen mit kleinen Präsenten belohnt. Valentina Klakevitsch, die von Maria Trajevskaja – beide waren bereits mehrfach in Seefeld zu Gast – unterstützt wird, überbrachte den Freunden in Stadland die herzlichsten Grüße und Dankesworte der Familien der Kinder.

Die Kinder bedankten sich mit einem russischen Lied, das von Freundschaft und glücklicher Kindheit handelt. Valentina Klakevitsch versprach, dass die Kinder bei der Abschiedsfeier am 4. Juli ein Programm in deutscher Sprache darbieten werden. Sechs der zehn Kinder haben Deutsch als Fremdsprache in der Schule ihres Heimatortes.

Die weißrussischen Kinder waren am Samstag nach über 30-stündiger Busfahrt in ihrem Quartier, dem Ferienhaus von Norbert Ahting in Norderschwei, angekommen. Bis zur Abreise am 9. Juli erwartet sie ein umfangreiches Programm, zu dem eine Fahrt mit dem Dielenschiff Hanni und eine Wattwanderung sowie Besuche des Kinderfestes in Kleinensiel, des Jaderparks, des Reitervereins Stollhamm und des Strandbades Sehestedt gehören.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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