Nordenham Das Abitur oder die Fachhochschulreife, insbesondere der in Noten ausgedrückte Wert das Zertifikats, entscheide nicht über die weitere Entwicklung des Individuums, verbessere aber die Möglichkeiten. Auch das Studium oder die Ausbildung führten nicht automatisch zum Ziel, erhöhten aber abermals die Chancen. Um das Leben in Fülle genießen und den überall lauernden Gefahren leichter die Stirn bieten zu können, sei es erforderlich, sich weiterzubilden.

Diesen Rat gab Reiner Willms, Vorsitzender des Eltern Rates, den 93 Abiturienten des Nordenhamer Gymnasiums bei der feierlichen Überreichung der „Reifezeugnisse“ mit auf den Weg. Erstmalig fand die Verabschiedung des Abiturjahrgangs – 85 Schüler bestanden das Abitur und acht Schüler erwarben das Fachabitur – wegen des schönen Wetters am Freitagabend als Open-Air-Veranstaltung auf dem Schulhof statt.

Schulleiter Hans-Dieter Laske zeigte sich zuversichtlich, dass im Nordenhamer Gymnasiums die erforderlichen Fundamente gelegt wurden, damit die 93 Schulabgänger mit dem Abitur oder der Fachhochschulreife den ersten Schritt in eine erfolgreiche Zukunft setzen können. Dabei werde es darauf ankommen, sich selbst und die eigenen Stärken zu erkennen.

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Vize-Landrat Dieter Kohlmann wünschte den Abiturienten Mut und Energie, um ihre Zukunft anzugehen. Dabei sollten sie sich aber auch dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen, denn die ehrenamtliche Tätigkeit trage zu einer funktionierenden Demokratie bei. Dafür gebe es vielfältige Möglichkeiten.

Für den Förderverein des Gymnasiums mahnte dessen stellvertretender Vorsitzender Dr. Jürgen Schlegel, dass das Abitur nicht der alleinige Schlüssel zum Erfolg sei. Vielleicht müsse man, um glücklich zu werden, sogar erst mehrere Berufe ausprobieren. Dabei sollte jede Chance genutzt werden, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.

Für das Kollegium blickte Dr. Sebastian Wegener auf Höhen und Tiefen der Schulzeit der jetzigen Abiturienten sowie auf das Verhältnis von Lehrern und Schülern zurück. Für seine überaus humorvolle Rede kam ihm zugute, dass er etliche Schüler schon bei seinem Diensantritt 2008 in Nordenham unter „schwierigen Bedingungen“ (Chaotenklasse) kennenlernte.

Dass die Sichtweise der Schüler oft eine ganz andere ist, machten die Abiturienten-Vertreter Kyra Deutzmann und Christian Benroth mit ihrem Rückblick auf die und ihrer Analyse der Schulzeit von der Einschulung bis zum Abitur deutlich.

Die Abschlusszeugnisse erhielten die Abiturienten aus Händen ihrer Tutoren in den einzelnen Fachbereichen. Mit den Schülern freuten sich die Lehrer Ann-Katrin Edel (Geschichte), Christian Holterhus (Deutsch), Dirk Müller (Geschichte), Hartmut Neumann (Chemie), Manuela Stender (Erdkunde), Birgit Kessens (Mathematik) und Guido Wohlers (Englisch).

Ausgiebig und ausgelassen gefeiert wurde der erfolgreiche gymnasiale Schulabschluss beim Abiball am Sonnabend in der ausverkauften Stadthalle Friedeburg. Passend zum Motto des Abiturjahrgangs „Abistokratie – Der Adel verlässt den Hof“ eröffneten Jane Denker und Tim Freese sowie Lisa Bultmann und Tobias Remse mit einem von Tanzlehrer Roberto Hoffmann einstudierten Menuett das große Ereignis.

Nach dem paarweisen Einmarsch der Abiturienten und ihrer Vorstellung ließ ein von den Schülern in ihrer festlichen Kleidung dargebotener Walzer kurzzeitig Wiener Opernball-Stimmung aufkommen. Doch danach bestimmten modernere Rhythmen, dargeboten von der Band NX 5 und DJ Daniel Minks, das Geschehen auf dem Tanzparkett. Zu späterer Stunden ließe die Abiturienten Marlene Broska und Jan Ole Müchler bei ihren Mitschülern mit einem für sie gesungen Song schon etwas Wehmut aufkommen.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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