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TOSSENS Die Perspektiven für die neue Hauptschule in der ländlich geprägten Gemeinde Butjadingen sind offenbar gut.

Mit Beginn der Sommerferien endet für immer der Unterricht an der staatlichen Hauptschule Butjadingen in Tossens. Wie längst bekannt ist, wird diese Hauptschule geschlossen. Es wird aber weiterhin ein Hauptschulangebot in der Gemeinde Butjadingen geben – dank des Engagements einer freien Schule: der Zinzendorfschule.

Die staatlich anerkannte Schule in Trägerschaft der evangelischen Freikirche der Herrnhuter Brüdergemeine hat bereits einen Gymnasial- und einen Realschulzweig. Mit einer ersten 5. Klasse ist sie nach den Sommerferien vergangenen Jahres in ein Hauptschulangebot eingestiegen. „Die Eingliederung der 5. Hauptschulklasse war sehr problemlos“, zieht Schulleiter Jürgen Sprickerhof jetzt eine ermutigende Zwischenbilanz.

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Nach den Sommerferien wird die Zinzendorfschule das Komplettangebot einer Hauptschule bieten. Bisher hatte die freie Schule nur eine Genehmigung, aber noch keine Anerkennung für ihren Hauptschulzweig. Doch jetzt hat der zuständige Regierungsschuldirektor mitgeteilt, dass aus schulfachlicher Sicht alle Voraussetzungen vorliegen. Damit kann die freie Schule Zeugnisse wie an öffentlichen Schulen ausstellen und ist berechtigt, Finanzhilfen zu bekommen.

„Auch der Vertrag mit dem Landkreis ist in trockenen Tüchern“, so Schulleiter Sprickerhof (siehe gesonderten Bericht).

Eine Informationsveranstaltung habe ergeben, dass 55 Schüler der bisherigen staatlichen Hauptschule nach den Sommerferien den Hauptschulzweig der Zinzendorfschule besuchen wollen. Hinzu kommen 15 Schüler der jetzigen fünften und künftigen sechsten Klasse sowie 19 Schüler, die in der neuen fünften Klasse erwartet werden. Nur drei Schüler der staatlichen Hauptschule wollten nicht zur Zinzendorfschule wechseln, sondern zur staatlichen Hauptschule am Luisenhof in Nordenham.

Daraus ergeben sich relativ kleine Klassen am Hauptschulzweig der Zinzendorfschule. Aber, so Schulleiter Sprickerhof, mit 15 bis 20 Schülern in einer Klasse lasse sich sehr gut arbeiten. Mit nur elf bis 13 Schülern aber werde es finanziell sehr schwierig für die freie Schule. „Da müssen unser Gymnasium und unsere Realschule kofinanzieren.“

Zurzeit hat die Zinzendorfschule 22 Klassen, davon eine Hauptschulklasse – und zählt insgesamt 536 Schüler, davon 90 aus Nordenham und Stadland. Im neuen Schuljahr werden 27 Klassen erwartet mit insgesamt etwa 580 Schülern, davon 85 Hauptschüler.

Für die Schüler aus Nordenham und Stadland wird das Schulgeld erhöht: von monatlich bisher 80 Euro auf 85 Euro. Schüler aus Butjadingen zahlen kein Schulgeld. Für sie ist das Angebot der Zinzendorfschule Ersatz für hier fehlende staatliche Schulangebote.

Insgesamt gesehen hält Jürgen Sprickerhof das Engagement der Zinzendorfschule für den Erhalt einer Hauptschule in Butjadingen für richtig: „Das ist ein guter Weg, der hier gegangen wird.“

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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