Nordenham Am besten gefallen hat ihm die Mitarbeit während einer Konfirmandenfreizeit. „Diese Erfahrungen in der Arbeit mit Schülern haben mich in meiner Einschätzung bestätigt, dass der Lehrerberuf der richtige Beruf für mich ist“, sagt Steffen Simon.

Der 20 Jahre alte Schweewarder studiert in Hannover im 4. Semester Politik und im 2. Semester Theologie. Er möchte Gymnasiallehrer werden – gerne am Gymnasium Nordenham. Für sein Theologiestudium hat er ein vierwöchiges Praktikum in der evangelischen Kirchengemeinde Nordenham absolviert.

In diesem von Pfarrerin Heike Boelmann-Derra betreuten Praktikum hat Steffen Simon vielfältige Einblicke in die seelsorgerische und auch in die Verwaltungsarbeit einer Pfarrerin oder eines Pfarrers gewonnen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Er hat die Pfarrerin auch bei zwei Beerdigungen begleitet und das Diakonische Werk kennengelernt. Er war bei einer Sitzung dabei, in der es um ein neues Konzept für den evangelischen Kindergarten ging. Er hat den Seniorenkreis besucht. Beim Kreispfarrkonvent in Brake hat Steffen Simon die Diskussion über den Umgang mit Migration und über Fragen eines Kirchenasyls erlebt.

„Mit den Aufgaben einer Pfarrerin oder eines Pfarrers sind viele Herausforderungen – zum Beispiel auch in der Trauerbegleitung – verbunden, die Außenstehende gar nicht vermuten“, hat Steffen Simon festgestellt.

Das hat ihn sehr beeindruckt. Dennoch hat ihn das Praktikum auch in seiner Entscheidung bestärkt, nicht seelsorgerisch arbeiten zu wollen, sondern als Lehrer. Ihm liegt mehr die Wissensvermittlung und der Umgang mit jungen Menschen. Der Konfirmanden-Unterricht macht ja nur einen begrenzten Teil der Tätigkeit eines Pfarrers aus.

Am Gymnasium Nordenham hat Steffen Simon Abitur gemacht. Regelmäßiger und guter Religionsunterricht von engagierten Lehrern ist seiner Ansicht nach ganz wichtig. Denn Religion sei auch weltgeschichtlich und politisch von großer Bedeutung, zumal viele politische Konflikte mit Religionen zusammenhängen. Insofern passe evangelische Theologie auch gut zu seinem Hauptstudienfach Politik.

Zugang zum christlichen Glauben hatte Steffen Simon im Pfarrbezirk Friedrich-August-Hütte der evangelischen Kirchengemeinde Blexen gefunden. Der Konfirmanden-Unterricht beim damaligen Pfarrer Lars Löwensen hat ihm sehr gut gefallen. Ursprünglich wollte er Musik studieren. Er hat im Nordenhamer Posaunenchor gespielt und spielt jetzt in einer Big Band in Hannover mit.

Für Heike Boelmann-Derra war es die erste Praktikumsbetreuung für einen Studenten, seit sie vor sechseinhalb Jahren in Nordenham tätig geworden ist. „Ich habe mich sehr darüber gefreut und das hat mir ganz viel Spaß gemacht. Denn ich bin immer an Neuem interessiert. Und ich nehme gerne Inspirationen von jungen Leuten an und komme gerne mit ihnen ins Gespräch. Ich habe Steffen Simon auch Raum gelassen, sich einzubringen. “

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.