Friedrich-August-Hütte Der Abriss der Sporthalle Friedrich-August-Hütte ist schon seit längerer Zeit beschlossene Sache. Im nächsten Jahr soll er über die Bühne gehen. Eigentlich war geplant, das marode Gebäude durch einen Neubau zu ersetzen. Aber wegen der schlechten Haushaltslage der Stadt Nordenham ist dieses Vorhaben jetzt in weite Ferne gerückt.

Die 1969 gebaute Turnhalle bereitet der Stadt schon seit einigen Jahren Probleme. Die Risse in den hölzernen Dachträgern stellen ein Sicherheitsrisiko dar. Aus diesem Grund hat ein Statiker der Stadt empfohlen, die Halle zu sperren. Seit November vergangenen Jahres ist sie geschlossen.

Neben der Dachkonstruktion weist auch das Klinkerwerk Schäden auf. Außerdem benötigt die Halle eine neue Heizungsanlage. Die Verwaltung hatte ausgerechnet, dass eine Sanierung über zwei Millionen Euro kosten würde und deshalb mit dem Neubau einer kleineren Halle geliebäugelt. Diese Lösung wäre langfristig sogar günstiger. Aber wegen der klammen Kassen muss die Stadt diesen Plan auf Eis legen.

Neubau wünschenswert

Bürgermeister Carsten Seyfarth bedauert diese Entwicklung. „Ein Neubau wäre natürlich wünschenswert“, sagt er. „Aber das ist in absehbarer Zeit nicht realistisch.“ Für die Grundschule Friedrich-August-Hütte und für die Vereine, die die Halle bis zu ihrer Schließung regelmäßig genutzt haben, ist das natürlich keine gute Nachricht.

Bisher haben die Betroffenen die Einschränkungen relativ klaglos hingenommen. Und das ist alles andere als selbstverständlich. Jens Freese, der im Rathaus das Amt für Bildung und Freizeit leitet, führt das auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Schule und Vereinen zurück – und auf das Verständnis der Betroffenen.

Die Grundschule FAH weicht seit einem guten Jahr auf die Sporthallen Phiesewarden, Luisenhof und Mitte aus. Die Stadt setzt Busse für die Beförderung ein. Jens Freese weiß, dass dies keine optimale Lösung ist. Der Sporthallen-Tourismus ist mit einem hohen Aufwand verbunden. „Ich ziehe meinen Hut davor, wie das von der Schule umgesetzt wird.“

Mit erheblichen Einschränkungen müssen auch die Vereine leben. Nutzer der Sporthalle in FAH waren bisher unter anderem der SV Nordenham mit seinen Volleyballern und seinen Leichtathleten sowie der FC Nordenham, der ESV Nordenham und der SV Phiesewarden mit ihren Jugendfußballern. Alle Gruppen in anderen Hallen unterzubringen, war für den zuständigen Mitarbeiter im Amt für Bildung und Freizeit, Jens Leiminer, unmöglich. Aber immerhin ist es ihm gelungen, einige Gruppen auf die kleineren Hallen in Esenshamm, Atens und Einswarden zu verteilen. Und auch in den größeren Hallen Mitte, Süd, Abbehausen und am Luisenhof fanden sich noch einige Lücken im Belegungsplan.

Enge Abstimmung

150 000 Euro sind im städtischen Haushalt für den Abriss der Sporthalle eingeplant. Wie Tim Kaspers, Leiter der Abteilung Zentrale Gebäudeunterhaltung bei der Stadt, mitteilt, erfordern die Abrissarbeiten eine enge Abstimmung mit der benachbarten Grundschule. Geplant ist, dass sie im nächsten Jahr über die Bühne gehen. Wann genau, steht noch nicht fest. Die öffentliche Ausschreibung ist für die erste Jahreshälfte geplant.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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