HIDDIGWARDERMOOR Eines fällt sofort auf: Beim Kutschieren trägt man Hut. Oder eine Baseballkappe. Wichtig ist, dass der Kopf bedeckt ist. Vor allem, wenn eine wichtige Prüfung ansteht. Wie auf dem Fjordpferdhof Ostermann in Hiddigwardermoor.

Dort spannen die vier Fahrschüler von Stefan Ostermann schon einmal an. Die Prüfungskommission vom Pferdesportverband Weser-Ems ist bereits vor Ort. Noch geht es nicht los – erst werden die Pferde im Schritttempo eingefahren. Zeit zu erzählen, wie man sich am besten auf die Prüfung vorbereitet. Wichtig ist vor allem das Halten der Zügel in der korrekten Arbeitshaltung nach dem System Achenbach (Benno von Achenbach war letzter Leiter des Kaiserlichen Fahrstalls). 20 Stunden verbringen die Fahrschüler auf dem Kutschbock, ein bis zweimal die Woche kommen Theoriestunden dazu. Oft hat Ostermann bis zu zehn Schüler in seinem Kurs, den er einmal im Jahr abhält. Er selbst hat das Fahren von seinem Vater, Gerd Ostermann, gelernt, der selbst sehr oft auf dem Kutschbock sitzt und bei vielen Veranstaltungen in der Umgebung dabei ist.

Inzwischen hat die erste Schülerin mit der Prüfung begonnen. Christine Arnd, gut behutet, fährt einen Dressurparcours der schon anspruchsvolleren Klasse 3. Geschickt steuert sie das Fjordpferd durch eine vorgegebene Strecke. Die Prüfer machen sich Notizen, es sieht alles gut aus.

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Auf dem Hof steigt bei den drei anderen Kandidaten derweil die Aufregung. „Nur ein bisschen angespannt“, sagt Jasmin Jentges. Seit Mitte Juli hat sie für den heutigen Tag geübt. Sie, Heinz Großkopf und Ingo Borrmann machen die Prüfung Klasse 4. Lehrer Stefan Ostermann ist zuversichtlich. „Wir haben alles gut geübt“, so der 30-Jährige. Und so ist es: Alle haben bestanden und ziehen, wie im Reitsport üblich, den Hut vor der Kommission.

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