Elsfleth Interessante Einblicke über innovative Projekte aus der Praxis und den aktuellen Stand mehrerer Forschungsarbeiten der Jade Hochschule gab es für 40 interessierte Teilnehmer auf Einladung des Maritimen Clusters Norddeutschland, des Kompetenzzentrums Green­Shipping Niedersachsen und der Jade Hochschule. Dort stand das Thema digitale Schifffahrt – mit besonderem Augenmerk auf Sensorik und Simulation – im Mittelpunkt der Kooperationsveranstaltung „Forum Maritim“.

Nach Begrüßungsworten des Präsidenten der Jade Hochschule Prof. Dr. Weisensee stellte Dr. Rainer Henking der EurA AG das neu gegründete ZIM-Netzwerk „Systeme und Komponenten für autonome Schiffe – SKAS“ vor. Eine Vielzahl an kleinen und mittelständischen Unternehmen sind in das Netzwerk eingebunden, um gemeinsam Systeme und Komponenten für autonome Schiffe zu entwickeln mit dem Ziel, die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu unterstützen.

Im Anschluss referierte Dr. André Bolles vom Institut OFFIS über das Projekt eMIR. Dabei handelt es sich um eine Entwicklungsumgebung für maritime Systeme. Bei der Plattform wird auf eine physikalische und eine virtuelle Testumgebung gesetzt, die modular genutzt werden können. Ziel ist es, Innovationen in die maritime Branche zu transferieren, Infrastruktur für Mess- und Überwachungssysteme auszubauen und die Standardisierung voranzutreiben.

Von der Jade Hochschule stellte Robert Schaefer ein ähnliches Projekt vor – greenMEPS. Bei der Arbeit der Jade Hochschule handelt es sich um eine mobile Evaluationsplattform, in die simulierte Prozessdaten einfließen und virtuell abgebildet werden können. Dazu steht unter anderem eine mobile Brücke zur Verfügung.

Einen Beitrag mit einem anderen thematischen Schwerpunkt steuerte Christian Degel des Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT bei. In seinem Vortrag ging es um die Entwicklung und die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten für Unterwasserschallwellen. Beispielsweise könnte so die Beschaffenheit eines Unterwasserschiffes ohne den Einsatz eines Tauchers überprüft werden, was genauere Ergebnisse und eine Kostenreduktion mit sich bringen würde.

Abgeschlossen wurde die Veranstaltung mit einem Vortrag über Inertialkinematik. Sven Stuppe (Jade Hochschule) stellte auch für den interessierten Laien verständlich dar, wie in einem Simulationsmodell durch den Einsatz eines fixen Bezugspunktes mit deutlich reduziertem Rechenaufwand plausible Ergebnisse bei Problemen der Mehrkörperdynamik gewonnen werden können. Die Annäherung eines Crew Transfer Vessels an eine Windkraftanlage lässt sich so mit realistischeren Ergebnissen berechnen.

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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