Einswarden Jährlich erleiden mehr als 50 000 Menschen in Deutschland einen Herzkreislaufstillstand. Häufig sind Menschen in der Nähe, die eingreifen könnten, sich aber nicht trauen oder nicht wissen wie. Anlässlich des Projekts „Schulen machen Schüler zu Lebensrettern: Prüfen – Rufen – Drücken“ wurden jetzt Lehrkräfte und Schülersanitäter der Oberschule Am Luisenhof im Thema Reanimation ausgebildet. Das Land Niedersachsen fördert das Projekt. Es ist ein gemeinsames Vorhaben des Vereins „Aktion gegen Herzflimmern“ und der Gesundheitsregion JadeWeser, einem Zusammenschluss der Landkreise Wesermarsch und Friesland und der Stadt Wilhelmshaven.

In der 90-minütigen Schulung konnten sich die Lehrkräfte und Schülersanitäter mit dem Erkennen eines Herz-Kreislauf-Stillstandes, dem Absetzen eines Notrufes beziehungsweise dem effizienten Herbeirufen von Hilfe und der Durchführung der leitliniengerechten Herzdruckmassage vertraut machen. Sie lernten also Prüfen, Rufen und Drücken. Die geschulten Lehrkräfte und Schülersanitäter sollen anschließend wiederum ihren Schülern beziehungsweise Mitschülern das Erlernte weitergeben. „Das kann beispielsweise im Sportunterricht oder im Rahmen einer Projektwoche stattfinden“, sagt Projektkoordinatorin Maike Brötje.

Ziel ist es, dass Schulen ihre Schüler der fünften bis zehnten Klassen jährlich in 90-minütigen praxisorientierten Schulungen zu Lebensrettern ausbilden. Dadurch sollen Schüler sicherer im Umgang mit Notfallsituationen werden und bei einem Herzstillstand mit einfachen lebensrettenden Schritten qualifiziert helfen.

Nordenhams Bürgermeister Carsten Seyfarth, der auch stellvertretender Vorsitzender des Lenkungsausschusses der Gesundheitsregion JadeWeser ist, verschaffte sich von der praktischen Umsetzung des Projektes einen persönlichen Eindruck. „Das Projekt ist sehr praxisnah und effektiv. In kurzer Zeit können viele Menschen erreicht werden. Über die Schüler findet das Thema Reanimation auch Zugang zum familiären Umfeld aller Teilnehmer“.

Bereits im Vorfeld konnte die Oberschule Am Luisenhof durch die Unterstützung des Landkreises Wesermarsch mit einem Klassensatz Übungspuppen ausgestattet werden. So stehen allen Teilnehmern der Schulungen und auch den Schülern später im Unterricht eigene Übungspuppen zur Verfügung. Die Trainingszeit könne dadurch enorm gesteigert werden.

„Zur Überprüfung der erlernten Maßnahmen stehen uns Übungspuppen mit integriertem Feedbacksystem zur Verfügung, wodurch wir jeden Schüler objektiv und individuell betreuen können“, erzählt Maike Brötje. In Zukunft sollen noch weitere Schulen im Landkreis Wesermarsch mit dem Projekt beginnen.

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