Einswarden Freitagnachmittags ist es im Kinderhaus Blauer Elefant immer voll. Rund 30 Kinder finden sich ein, denn zum Wochenende kommt Helmut Dinklage, der Sozialarbeiter der Ganztagsgrundschule, mit seinen Schülern vorbei. An diesem Freitag waren es sogar noch ein gutes Dutzend Schüler mehr.

Aber Toben stand nicht auf dem Plan. Diesmal ging es vielmehr um ein ernstes sehr Thema. Es wurde geredet – vor allem aber wurde gemalt. Das Nordenhamer Team des Kinderschutzbundes um Svenja Faehse bot nämlich einen „Aktionstag Gewaltfreie Erziehung“ an.

Jeder Klaps schadet

Dabei ging es um eine Herzensangelegenheit des Kinderschutzbundes: seine Forderung, Kinder allenthalben gewaltfrei aufwachsen zu lassen. Ohne körperliche Bestrafungen und seelische Verletzungen, ohne sexuelle Nötigung oder andere Entwürdigungen. Noch immer aber „denken viele Eltern, ein Klaps oder eine Ohrfeige richte keinen großen Schaden an,“ sagte die Vorsitzende des Nordenhamer Ortsverbandes, Dr. Erika Mayer, „das ist aber falsch. Und viele Kinder müssen noch weit Schlimmeres ertragen.“

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Seit 2004 erinnert deshalb der Deutsche Kinderschutzbund mit seinem Aktionstag alljährlich daran, dass nicht nur der Einzelne, sondern die gesamte Gesellschaft die Verantwortung für das gewaltfreie Aufwachsen von Kindern trägt. Von Beginn an beteiligten sich auch die Nordenhamer an dieser Aktion. Dies fiel damals just zusammen mit dem Einzug der Gruppe „Blauer Elefant“ in das neu eröffnete Kinder- und Jugendhaus Einswarden, das auch vom Kinderschutzbund betrieben wird.

Gewählte Vertretung

Für den Aktionstag gibt es zwar bundesweit Vorgaben seitens des Verbandes, was aber die einzelnen Ortsverbände genau initiieren, bleibt ihnen selbst überlassen. In Einswarden hat die vierköpfige Kindervertretung, die so genannte „Elefantos-Gang“, das Sagen. Sie wird vierteljährlich in den Kinderhauskonferenzen aus dem Kreis der Sechs- bis Zwölfjährigen gewählt und trifft sich wöchentlich zu Besprechungen. Die Elefantos-Gang regte an, in diesem Jahr den Schwerpunkt aufs kreative Malen zu legen. Egal, ob mit Stiften oder Pinsel, auf Leinwand oder Papier, egal, welche Farben oder Formen.

Jeder durfte seiner Fantasie freien Lauf lassen. Quasi nur als Denkanstoß lagen auf dem Boden zwei große Plakate mit den Stichworten „Gewalt“ und „gewaltfrei“.

Neuer Elternkursus

Selbstverständlich waren auch die Eltern zum Aktionstag willkommen. Für sie hatte das Team einen Informationstisch mit Hinweisen auf die in Kooperation von Kinderschutzbund und Kreisvolkshochschule organisierten Kurse „Starke Eltern, starke Kinder“ vorbereitet. Die Kurse sollen der Hilflosigkeit und der Überforderung junger Eltern begegnen und den Austausch untereinander fördern.

Sie finden sowohl im Kinder- und Jugendhaus als auch in der Geschäftsstelle des Ortsverbandes Nordenham des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) statt und werden selbstverständlich auch in türkischer Sprache angeboten.

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