EINSWARDEN EINSWARDEN - Der Leiter der Hauptschule Am Luisenhof, Wilfried Batschat, und seine Kollegen haben in der Vergangenheit reichlich Erfahrung mit Baustellen gemacht. Die inzwischen abgeschlossene Asbestsanierung hat den Schulbetrieb erheblich durcheinander gewirbelt und das Improvisationstalent des Kollegiums auf eine harte Probe gestellt. Die Freude über die notwendige, aber auch störende Arbeit der Handwerker hielt sich bei Batschat bisweilen in Grenzen. Bei der jetzt begonnenen Maßnahme im hinteren Bereich der Schule ist das allerdings ganz anders. „Dies ist die erste Baustelle, die mich richtig glücklich macht“, sagt der Schulleiter.

Wie die NWZ berichtete, wird die Luisenhofschule um fünf Unterrichtsräume erweitert. Die Vorarbeiten haben damit begonnen, dass eine Feuerwehrzufahrt angelegt wurde. Inzwischen sind die Bauarbeiter damit beschäftigt, ein Treppenhaus zu erstellen. Dieses Treppenhaus erfüllt eine statische Funktion für die Aufstockung und dient zugleich als Rettungsweg.

Oberkreisdirektor Michael Höbrink und Heinz Hannemann vom Liegenschaftsamt des Landkreises erläuterten gestern die Pläne. Nach den Worten von Höbrink hat der Landkreis 2,785 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm zum Aus- und Aufbau von Ganztagsschulen bekommen. Rund 700 000 Euro sind in die Nebenstelle FAH geflossen, wo unter anderem eine Mensa eingerichtet wurde. Für rund zwei Millionen Euro werden in Einswarden fünf Klassenräume gebaut und ausgestattet. Die Nutzfläche beträgt 673 Quadratmeter, der umbaute Raum rund 3400 Kubikmeter. Das entspricht nach den Worten von Hannemann einem Volumen, das mit sieben bis acht Einfamilienhäusern vergleichbar ist.

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Für die neuen Räume wird ein zweites Obergeschoss geschaffen, das über eine Treppe vom Hauptgebäude aus erreichbar ist. Insgesamt werden in diesem Jahr in der Luisenhofschule 2,5 Millionen Euro investiert. Denn neben den zusätzlichen Klassenräumen lässt der Landkreis – allerdings auf eigene Kosten – die fast 30 Jahre alte Heizungsanlage, die Flachdächer und die Bodenbeläge erneuern. Außerdem bringt der Schulträger das Gebäude in Sachen Brandschutz auf den neuesten Stand. Es werden zusätzliche Notfalltreppen geschaffen. Die Treppenhäuser werden mit rauchdichten Türen ausgestattet, die bei Feuer automatisch schließen.

Hannemann hofft, dass die Arbeiten zur Erweiterung der Schule bis Ende des Jahres abgeschlossen sind. Da sechs Räume unterhalb des geplanten Neubaus bis zu den Herbstferien nicht genutzt werden können, kommt auf die Schule eine erneute logistische Herausforderung zu. Aber Batschat und seine Kollegen haben in den vergangenen Jahren genügend Erfahrungen gesammelt, um auch dieses Problem zu lösen.

Notwendig geworden war die Aufstockung aus mehreren Gründen. Zum einen sind die Schülerzahlen an derSchule, die seit 1996 ein Ganztagsangebot vorhält, stärker gestiegen, als dies erwartet worden war. Zum anderen sind beispielsweise Computerräume heutzutage kein Luxus mehr, sondern eine Notwendigkeit, weil Informatik unterrichtet werden muss.

Der bisherige Mangel hatte dazu geführt, dass Räume umgenutzt werden mussten. Dieses Problem wird durch die Aufstockung entschärft, aber nach den Worten von Batschat nicht vollständig beseitigt. Er rechnet damit, dass aufgrund sinkender Schülerzahlen die Ausstattung mit Räumen spätestens 2011 dem Bedarf entspricht.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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