Brake Wer in den vergangenen 30 Jahren schon fünf Mal die ehemaligen Mitschüler zusammengebracht hat, sollte bei der Einladung zum sechsten Treffen eigentlich kaum noch Arbeit haben. Kurzer Anruf oder Einladung per E-Mail – und schon könnte es wieder heißen: „Weißt du noch?“. Aber so einfach ist es selbst für Profis wie Andrea Leihsa und Katrin Fette nicht. „Das ist jedes Mal wieder ein bisschen wie Detektivarbeit“, erzählt Andrea Leihsa (49). Denn in fünf Jahren würde sich doch einiges verändern.

Gemeinsam mit Katrin Fette und unterstützt von Hilke Pokern und Kerstin Waschke, organisiert Andrea Leihsa alle fünf Jahre ein Treffen des Braker Abiturjahrgangs 1983 – stolze 114 Personen. Zurzeit bereiten Leihsa und Fette das sechste Treffen am 1. Juni vor – wenige Tage vor dem Jubiläum des Gymnasiums. „Das bedeutet jedes Mal mindestens ein halbes Jahr Vorarbeit“, beschreibt Katrin Fette (49) den Arbeitsaufwand. Sie teilen sich die Listen mit den Namen und Anschriften der Mitschüler auf und arbeiten diese dann ab.

Etwa 60 Ehemalige kommen auf diese Weise regelmäßig nach Brake zurück. Denn etwa die Hälfte der damaligen Abiturienten wohnt längst nicht mehr in der Wesermarsch. „Die sind über ganz Deutschland verstreut“, sagt Andrea Leihsa. „Zwei wohnen sogar in Amerika und einer auf Mallorca“.

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Wenn sie Mitschüler nicht (mehr) selbst erreichen, versuchen sie es zunächst über die Eltern, inzwischen hilft auch das Internet beim Recherchieren. Nur bei drei Personen ist der Kontakt bis heute nicht zustande gekommen: Johanna Funke, Manfred Briesemeister und Klaus Bulgrin.

Viele andere haben dagegen schon zugesagt. „Unser Rahmenprogramm findet immer großes Interesse“, erzählt Katrin Fette. Einmal haben sie sich alte Abiturarbeiten angesehen, ein anderes Mal den Hafen per Bus erkundet und dann wieder eine Besichtigungstour durch Elsfleth gemacht. Vor fünf Jahren, zum „Silberjubiläum“, haben sie eine aufwendige Power-Point-Präsentation mit Bildern der bisherigen Treffen gemacht. „Das macht einfach Spaß“, betonen die beiden unisono.

Diesmal gibt es eine Hafenrundfahrt mit der „Guntsiet“, anschließend treffen sich die Ehemaligen in einem Lokal. Dazu können erstmals die Angehörigen dazu kommen.

Gesprächsstoff gibt es immer, auch noch nach 30 Jahren. „Aber die Themen ändern sich“, sagt Andrea Leihsa. „Früher haben wir über Ausbildung gesprochen, dann über Kinder und Krankheiten und jetzt kommt langsam das Thema Rente“, erzählt Leihsa und schmunzelt.

Torsten Wewer Kanalmanagement / Redakteur
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