Brake Der Erfolg der Grünen bei der Europawahl am vergangenen Sonntag hat die Themen Nachhaltigkeit und Klimawandel noch mal stark ins Zentrum des öffentlichen Interesses gerückt. „Als wir uns für Nachhaltigkeit entschieden, saß Klimaaktivisten Greta Thunberg wohl noch alleine mit ihrem Schild vor dem schwedischen Reichstag in Stockholm“, scherzt IGS-Lehrer und Koordinator der Projekttage Olaf Dittmann.

Zwei Tage lang beschäftigten sich die mehr als 700 Jugendlichen der beiden Schulen mit der Materie. Gestern, am dritten Tag, wurden die 27 Projekte präsentiert. Unter der Überschrift „Nachhaltigkeit“ lässt sich so einiges packen. Da ging es um Insekten, Plastikmüll, Ernährung oder auch Recycling. „Allein zu Recycling oder Upcycling sind drei Projekte gelaufen“, so der Deutschlehrer.

Insektensterben wurde von zwei Klassen beackert. Eine fünfte Klasse erfasste und bestimmte im Wald Insekten. Dabei entstanden auch Fotos. In der Präsentation erläuterten sie ihren Mitschülern, was die Auslöser des Wenigerwerdens von Biene und Co. sind. Eine Klasse im Jahrgang drüber ging die Problematik praktisch an und baute mithilfe des neunten Jahrgangs ein Insektenhotel aus heimischen Gehölzen, das anschließend im Schulgarten aufgestellt werden soll. Bei der Präsentation lieferten die Schüler Funktion und Bauanleitung gleich mit.

Eine andere Gruppe stellte aus Müll neue Gebrauchsgegenstände her. Und wieder eine andere Klasse hatte den Müll gesammelt, der während der Projekttage in der Schule und auf dem Gelände der Schule zusammengekommen war. Parallel hatten sie dazu ein Video von der Aktion gedreht, das sie gestern präsentierten, „garniert“ mit schockierenden Fotos. Die zeigten „Strände“ in südasiatischen Ländern, die von Plastikmüll aus westlichen Ländern übersät sind.

„Wir wollen, dass die Schüler davon etwas mit nach Hause nehmen“, sagt Dittmann. Dass sie beispielsweise darauf achten oder auch ihre Eltern darauf hinweisen, beim Einkauf Plastikverpackung zu meiden, wo es geht, so der IGS-Pädagoge. Man habe die Jugendlichen bewusst nicht mit Theorie über Nachhaltigkeit und Klimawandel bombardiert, sondern sich an Alltägliches aus ihrer eigenen Umwelt gehalten. In den kommenden Wochen sollen die Tage auch weiter Thema im Unterricht sein.

Jens Schopp Redakteur / Regionalredaktion
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