Brake Morgens erst einmal Zeitung lesen, das gehört für viele Menschen zum täglichen Ritual. Im Moment gilt das auch für die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen der Pestalozzischule Brake.

15 bis 20 Minuten nehmen sich die Jugendlichen Zeit, blättern durch alle Rubriken oder schlagen gezielt die Seiten auf, für die sie sich besonders interessieren. Jessie Porschen schaut sich zuerst die Todesanzeigen an. Auch die Horoskope interessieren die Schülerin sehr. „Die werden in der Klasse vorgelesen und dann wird geschaut, ob es stimmt“, erklärt Lehrerin Edith Vilette.

Für den Sportteil interessieren sich Thies Schumacher und Justin Heinemann. Besonders Artikel zur Fußballbundesliga lesen die beiden gern. Thies schaut sich außerdem gern die Kleinanzeigen an, die immer dienstags dabei sind.

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Owen Schlüter kommt aus Berne. Er liest gern „was gerade im Ort passiert“. So erfährt er Neuigkeiten aus dem Umfeld, die er sonst gar nicht mitbekommen würde.

Die morgendliche Zeitungslektüre ist ein schöner Einstieg für die Jugendlichen, weiß Vilette. Beim Lesen herrsche eine „angenehme Ruhe“ zum Start in den Tag. „Jeder stellt einen Artikel vor, darüber unterhalten wir uns dann“, sagt Jessie. Je nachdem, wie interessant Schülerinnen und Schüler die Artikel an dem Tag finden, wird auch schon mal bis zu zwei Stunden darüber geredet – meist aber doch etwas weniger.

Die Themen, die besprochen werden, sind ganz unterschiedlich. Momentan drehen sich viele Gespräche um den Coronavirus. Zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz spielte das Thema Nationalsozialismus eine große Rolle. Kurz vor den Ferien fährt die Klasse zur Gedenkstätte Esterwegen, die Zeitung wurde auch als Vorbereitung darauf verwendet.

Das Zeitungsprojekt kommt bei den Jugendlichen gut an. Einige der Schülerinnen wollen nach der Schulstunde gar nicht in die Pause, weil sie lieber Zeitung lesen, sagt Lehrerin Lena Meenhuis.

Nach der Lektüre werden die Zeitungen noch weiterverwendet. Aus den alten Seiten haben die Jugendliche Tüten für den Biomüll gefaltet, auch Hüte und Boote haben sie gefertigt. Und weil der Schnee in diesem Winter Mangelware war, wurde eine Schneeballschlacht der anderen Art veranstaltet: im Klassenraum, mit einem Haufen zusammengeknüllter Zeitungspapierbälle.


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Manuela Wolbers Redakteurin / Online-Redaktion Ostfriesland
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