Brake Auf einer 310 Quadratmeter großen Fläche vor der Grundschule Boitwarden einen Lebensraum für Insekten und Wildblumen zu schaffen, das haben sich die Grundschule Boitwarden und die Stadt Brake in Zusammenarbeit mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vorgenommen. „Wir wollen auch ein Zeichen gegen Steingärten setzen“, sagt Bernd Quellmalz vom BUND bei der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages.

Die Wildblumenwiese an der Golzwarder Straße soll vor allem Wildbienen und Schmetterlingen einen Lebensraum mitten in der Stadt bieten. Die Schüler und Lehrer sowie die Eltern werden mit eingebunden bei der Pflege, so Bernd Quellmalz. Drei tatkräftige ehrenamtliche Helfer sind für das Projekt schon gefunden. Hartmut Backhaus, Thorsten Burblys und Hans-Otto Meyer-Ott freuen sich bereits auf die Arbeit und auf den Herbst, wenn es los geht und sie die zurzeit noch wilde Fläche zu einem Biotop mit umgestalten können.

Ziel sei es, eine Blühfläche zusammen mit Lehrern, Schülern und Eltern sowie weiteren Naturliebhabern zu entwickeln, erläutert Bernd Quellmalz. Der BUND-Regionalgeschäftsführer Weser-Elbe hofft, dadurch auch Nachahmer finden zu können.

Die Grundschüler sollen dabei an der Gestaltung und Entwicklung im Rahmen des Sachunterrichts beteiligt werden. „Bei uns passt das Projekt perfekt zu den Schülerwünschen“, sagt dann auch Schulleiter Ralf Gloystein. Schüler hätten ein großes Mitspracherecht und sich schon länger gewünscht, die Fläche für einen Schulgarten zu nutzen. Viele Mädchen und Jungen würden bei der Gestaltung mithelfen, das sei jetzt schon gewiss. „Wir freuen uns auch auf das, was danach kommt“, so Ralf Glostein. „Alle freuen sich auf die Umsetzung.“

Bürgermeister Michael Kurz begrüßt diese Idee ebenfalls. „Wir werden weitere Flächen in Brake anlegen“, verspricht er. So soll auch beim Berufsbildungszentrum eine Wildblumenwiese angelegt werden. „Wir werden den Weg weiter intensiv mitgehen“, kündigt Michael Kurz an. Mitarbeiter des Bauhofes würden auch dabei mithelfen.

Das Projekt „Blühfläche für die Wildbienen“ hat einen Vorbildcharakter. Blühende Wiesen werden nämlich immer seltener, obwohl sie Heim und Nahrung für zahlreiche Tiere bieten. Dabei müsse man gar nicht viel machen, um bunte Blumen zu haben, betont Hartmut Backhaus. Informationen dazu gebe es beim nächsten Vortrag im Paul-Gerhardt-Haus an der Kirchenstraße 24 in Brake unter dem Titel „Wildbienen: Wofür brauchen wir sie?“ Beginn ist um 18.30 Uhr.

Ein weiterer engagierter Naturschützer ist Thorsten Burblys von der Kreisgruppe Wesermarsch des Naturschutzbundes (Nabu). Er leitet bereits den Rudi-Rotbein-Club, die Nabu-Jugendgruppe. „Für mich ist das eine gute Sache für die Zukunft unserer Kinder“, sagt er. Er freue sich auf die Arbeit und merkt an, dass auf der Fläche auch drei alte Obstbaumarten gepflanzt werden. Ein weiterer Punkt: 75 Prozent der Wildbienen niste im Boden. Auch darauf werde bei der Blühwiese gedacht, die durch einen Weg mit Schreddergut auch zu begehen ist. Schüler und interessierte könnten dann sehen, was da alles krabbelt, summt und blüht.

Nach der offiziellen Kooperationsunterzeichnung startet das Projekt, sobald die Stadt Brake die Erweiterung der Parkfläche an der Grundschule Boitwarden abgeschlossen hat. „Spätestens im Herbst legen wir dann richtig los“, so Bernd Quellmalz. „Wer Zeit und Lust hat, mitzumachen, ist herzlich willkommen.“

Weitere Helfer können sich melden bei bernd.quellmalz@nds.bund.net (Telefon 0176/51638085).


Tipps zur Gestaltung insektenfreundlicher Flächen und Karte:   www.nwzonline.de/insektenjahr 
Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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