Brake Digitale Medien halten zunehmend Einzug in die Klassenzimmer. Und auch die Stadt Brake will und kann sich diesem Trend nicht verschließen, Anfänge sind bereits gemacht. Weitergehende Ansätze zur Umsetzung der Digitalisierung in den Schulen seien aktuell im Haushaltsplanentwurf für 2019/2020 aber noch nicht eingestellt, sagte Fachbereichsleiter Uwe Schubert jetzt bei der Sitzung des Ausschusses für Schule, Jugend und Kindertagesstätten.

Uwe Schubert erläuterte dieses Vorgehen. Es sei mit den Schulen vereinbart worden, ein Konzept zur Umsetzung in Brake zu erarbeiten und dann bedarfsorientiert umzusetzen. Auch auf Landesebene seien noch Abstimmungen notwendig. Die Digitalisierung setze die ausreichende Leistungsfähigkeit der Anschlüsse und die umfangreiche Fortbildung der Lehrer voraus. Gegebenenfalls müssten später Mittel zur Umsetzung bereitgestellt werden.

Wie sehen zeitgemäße digitale Klassenzimmer eigentlich aus? Wie können digitale Strukturen und Werkzeuge geschaffen werden und den Unterricht bereichern? Was hat sich bereits in der Praxis bewährt? Und welche Materialien und Methoden werden noch gebraucht? Die Digitalisierung sei ein großes Thema, betonte Bürgermeister Michael Kurz. Es sei wichtig, auch die Lehrer diesbezüglich auszubilden. Es gehe um Basiswissen und um die Frage, was an Geräten sinnvoll benötigt werde. Das alles müsse in den Schulen diskutiert und konzipiert werden. Grundvoraussetzung sei ein vernünftiger Anschluss aller Schulen ans Datennetz. Die Verwaltung habe das Thema auf der Agenda, Geld bräuchte aber noch nicht in den Haushalt 219/2020 eingestellt zu werden. Es bestehe aber eine gewisse Unsicherheit, bis Glasfaseranschlüsse endgültig lägen. „Zurzeit ist das Glaskugelguckerei“, so der Bürgermeister zu der Frage, wie digitale Schulen aussehen.

Den Aussagen der Verwaltung widersprach Hans-Dieter Beck (CDU) vehement. „Wir müssen jetzt die technischen Voraussetzungen schaffen“, sagte er. Haushaltspositionen könnten jetzt schon gebildet werden mit Sperrvermerk. Das sei die bessere und richtige Lösung, und nicht erst bis 2021 zu warten. Die Schulleiter sollten jetzt bereits ein Programm entwickeln, dass dann im Dezember geschnürt sei. Auch Holger Kromminga (SPD) sprach von einem Gesamtpaket, das benötigt werde. „Wir wollen für alle Braker Grundschulen ein gemeinsames Level schaffen“, merkte Bürgermeister Michael Kurz (SPD) an.

Marcel Schmikale (SPD) hakte nach: „Wir haben noch nichts im Haushalt. Wir brauchen Erhebungen, die Schulen müssen uns sagen, was sie umsetzen können“, sagte er. Das bedeute nicht, dass bis 2020 nichts passieren würde. Auch der SPD-Ratsherr drängte auf eine schnelle Lösung und sagte, dass noch größer gedacht werden müsste. Er erwähnte die Digitalisierung der Stadt Brake und regte an, eine Haushaltsstelle für den gesamten digitalen Bereich zu schaffen.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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