Brake „Pausenbrot wegwerfen war gestern, jetzt werden Lebensmittel gerettet“: Unter diesem Motto veranstaltete die Steuerungsgruppe „Saubere und faire Schule“ des Gymnasiums Brake im Rahmen der deutschlandweiten Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel“ vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft einen Aktionstag gegen Lebensmittelverschwendung.

Es gab ein buntes Informationsangebot mit Kurzfilmen, Broschüren und Umfragen, in dem die Organisatorinnen rund um die Lehrerinnen Magdalena Boinski und Svenja Thole die Teilnehmer aufforderten, zu schätzen, wie viele Lebensmittel in Deutschland pro Jahr in der Tonne landen und welchen Anteil private Haushalte daran haben.

75 Kilo pro Kopf

Und die Antwort? Laut dem Johann Heinrich von Thünen-Institut sind es zwölf Millionen Tonnen pro Jahr in Deutschland, wobei 52 Prozent durch den Verbraucher (pro Kopf 75 Kilogramm Lebensmittel) verursacht werden. Weitere 14 Prozent der verschwendeten Lebensmittel fallen durch die Außer-Haus-Verpflegung und nochmals zwölf Prozent bei der Primärproduktion, wie dem Aussortieren von Lebensmitteln bei der Ernte, da sie nicht den Normvorgaben entsprechen, an.

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Nicht gleich verdorben

Deutschland hat sich entschieden, aktiv gegen die jede Form der Lebensmittelverschwendung im Einzelhandel und auf Verbraucherebene anzugehen. Bis zum Jahr 2030 soll diese um fünfzig Prozent reduziert werden.

Die neugierigen Schüler und Lehrkräfte wurden nach eigenen Ideen gefragt, wie der Lebensmittelverschwendung entgegengewirkt werden könnte. Lösungsmöglichkeiten wie z.B. einen Speiseplan zu erstellen und dafür nur das Nötigste kaufen oder das Lebensmittel nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatum nicht sofort wegzuwerfen.

Unterstützt wurden die beiden Lehrkräfte durch zwei Foodsaver von Foodsharing und Greenpeace Oldenburg. Mit einer als Pyramide aufgebauten Lebensmitteln, die vorm Wegwerfen gerettet wurde, konnte eindrucksvoll ein Überblick über die Dimension der Lebensmittelverschwendung vermittelt werden. Mit großer Verwunderung wurde die Information der Organisatoren quittiert, dass dieser riesige Berg an Lebensmitteln aus nur zwei Betrieben stammt und dass diese Menge in etwa täglich zur Entsorgung anfallen.

Das Ziel des Aktionstages war es, um eine höhere Wertschätzung für Lebensmittel zu werben, um in Anbetracht eines globalen Lebensmittelmarktes der Hungersnot in anderen Ländern durch wachsende Verknappung der nutzbaren Landflächen zum Lebensmittelanbau entgegenzuwirken und die Umwelt durch lange Transportwege nicht zusätzlich zu belasten. Mit einer an Überfluss orientierten Nachfrage nach Lebensmitteln am Weltmarkt steigen auch die Endpreise, worunter insbesondere Menschen in Entwicklungsländern leiden. Die Steuerungsgruppe freut sich, wenn ein vielleicht auch erstes Nach- und Mitdenken zu diesem bedeutenden Thema erreicht wurde und einige sich vielleicht beim nächsten Einkauf fragen, ob nicht doch die krumme Gurke oder das Brot vom Vortag in Ordnung sind. Wir freuen uns jetzt schon im nächsten Jahr an der Aktionswoche wieder teilzunehmen.

Die am Aktionstag geretteten Lebensmittel konnten zwar leider aufgrund der geltenden Vorschriften nicht von den Lernenden mitgenommen werden, sie wurden aber dennoch anschließend an dankbare Hände weitergereicht (im Fachjargon: „fairteilt“).

Verweise auf die oben genannten Videos:

https://m.youtube.com/watch?feature=share&v=ZFgZw-qp8NE

https://www.youtube.com/watch?v=rp9H7O3aqOU

https://www.youtube.com/watch?v=W8P8dw7yM6M

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