Nordenham Über den pädagogischen Mehrwert einer musikalischen Ausbildung gibt es am Nordenhamer Gymnasium keine zwei Meinungen. Lehrer, Eltern und Schüler sind sich einig, dass es sinnvoll ist, wenn die Schule den Kindern ermöglicht, ein Musikinstrument zu lernen. 2008 wurde deshalb eine Streicherklasse für den fünften und sechsten Jahrgang eingerichtet. Die schlechte Nachricht ist, dass diese Streicherklasse nun ausläuft. Aber es gibt auch eine gute Nachricht. Anstelle der Streicher- will die Schule nun eine Bläserklasse einrichten.

Konzept aus USA

Das Ende der Streicherklassen, die seit acht Jahren erfolgreich in Zusammenarbeit mit der Musikschule Wesermarsch laufen, hängt vor allem damit zusammen, dass Lehrer Stefan Tönjes mit Ablauf dieses Schuljahres in den Ruhestand wechselt. Das Gymnasium profitiert nun von der glücklichen Fügung, dass sich vier Musiklehrer in ihrem Studium schwerpunktmäßig mit Blasmusik beschäftigt haben. Sie sind deshalb prädestiniert, einen entsprechenden Unterricht zu geben. Das Konzept für die geplante Bläserklasse stammt aus den USA. Die Musiklehrer Elmar Stamm, Verena Kühn, Johannes Hoffmann und Annette Grunwald haben es auf das Nordenhamer Gymnasium zugeschnitten.

Für die Streicherklassen hatten sich in den vergangenen Jahren immer 24 bis 28 Schüler angemeldet. Schulleiter Klaus-Dieter Laske geht davon aus, dass das Interesse an der Bläserklasse ähnlich groß sein wird.

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Die Entwicklung des Teamgeistes und die Erhöhung der Konzentrationsfähigkeit sind für Elmar Stamm zwei Beispiele für den pädagogischen Mehrwert einer musikalischen Ausbildung. Hinzu kommt der „schulische Mehrwert“. Klaus-Dieter Laske weist darauf hin, dass das Nordenhamer Gymnasium als einzige Schule in der Wesermarsch ein solches Angebot macht.

Das Gymnasium will für die Bläserklasse Querflöten, Klarinetten, Saxofone, Trompeten, Euphonien und Posaunen anschaffen. Geplant ist, dass die Schüler in den ersten vier Wochen jeweils drei Wunschinstrumente kennenlernen und sich dann für eines entscheiden. Neben der regulären Musikstunde bekommen sie zwei Stunden Unterricht im Orchester und eine Stunde Instrumental-Unterricht, den ein Dozent der Musikschule gibt.

Eltern, die ihre Kinder für die Bläserklasse anmelden, zahlen voraussichtlich einmalig 50 Euro für Noten- und Instrumentenständer. Hinzu kommt eine monatliche Gebühr von 35 Euro. Damit sollen langfristig die Kosten für die Anschaffung der Instrumente wieder hereinkommen. Da die Bläserklasse für den fünften und sechsten Jahrgang angeboten wird, braucht das Gymnasium spätestens 2017 eine zweiten Satz Instrumente. Die Schule bekommt bereits finanzielle Unterstützung, unter anderem vom Förderverein. Klaus-Dieter Laske würde sich aber freuen, wenn sich weitere Sponsoren melden.

Schnuppertag

Elmar Stamm hat bereits Ideen, wie es nach der sechsten Klasse mit den Bläsern weitergehen könnte. Ein Traum wäre für ihn, eine Bigband auf die Beine zu stellen. Auch außerschulische Kooperationen seien denkbar. Mit dem Blasorchester der Turn- und Musikvereinigung Rodenkirchen hat der Lehrer bereits Kontakt aufgenommen.

Beim Schnuppertag des Gymnasiums am kommenden Mittwoch können die Viertklässler schon einmal einige Instrumente ausprobieren.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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