Lemwerder „Da hängt ja das Plakat“, ruft Josephine ganz aufgeregt. Während Jan ganz cool feststellt: „Die Bücher und Autos sind auch schon da!“ Also alles wieder zurück auf Alltag am Mittwochmorgen in der Kommunalen Kindertagesstätte in der Detmarstraße in Lemwerder? Fast. Denn der Geruch nach frisch aufgetragener Farbe und die unzähligen Umzugskartons im Eingangsbereich sind nur zwei Hinweise darauf, dass längst noch nicht alles wieder Normalität ist.

An diesem Vormittag nehmen die 76 Kinder des Kindergartens die neuen Räume am alten Standort in Augenschein. Sie schauen sich ihre Gruppenräume an, die Waschräume, den großen neuen „Marktplatz“, die Veranstaltungshalle, die Toiletten und das Freigelände mit den noch mit Flatterband abgesperrten Spielgeräten. Und sie stellen ihre so genannten „Portfolios“ in die vorbereiteten Schränke. Das sind die Mappen der Kinder, in denen ihre Entwicklung im Laufe ihrer Kindergartenzeit mit Fotos, Zeichnungen und kleinen Texten dokumentiert wird.

„Das Gebäude ist fertig, nun haben wir den Auftrag, wieder unsere Atmosphäre in das Haus zu bringen“, sagt Leiterin Rita Naujoks mit einem Lächeln. Endlich, sagt sie, ist die schwere Zeit vorbei. Diese begann im Mai 2014, als der Kindergarten durch Brandstiftung eines damals 16-Jährigen bis auf die Grundmauern niedergebrannt ist. Die Kinder und Erzieher zogen in die leer stehende Grundschule West. Nun, rund zweieinhalb Jahre später, verlassen sie das Ausweichquartier. Am Freitag ist die offizielle Einweihungsfeier, im Anschluss können von 16.30 bis 18 Uhr die neuen Räume von allen Interessierten besichtigt werden. Vom kommenden Montag an soll dann der Alltag im Neubau beginnen.

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Gegen 9.30 Uhr waren die Kinder mit ihren Betreuern und einigen Eltern vom Provisorium aus zum Neubau gezogen. Hier werden sie von Hortkindern und einigen Grundschülern erwartet. Diese bildeten ein Spalier, klatschen bei der Ankunft der Kinder in die Hände, machen eine „La-Ola-Welle“ und singen zur Begrüßung. Was für ein fröhlicher Neubeginn!

Anfangs schauen die großen Augen der Kleinen noch etwas unsicher, aber das legt sich schnell. In kleinen Gruppen und bald auch schon allein, geht es durch alle Räume.

Neu ist zum Beispiel die „Schleuse“, durch die künftig die Kinder nach draußen und wieder zurück gelangen. „Wir wollen eine Hausschuh-Kita sein“, erklärt Rita Naujoks, „deshalb kommt hier ab nächster Woche niemand mehr mit Straßenschuhen hinein“. Die Kinder üben in der „Schleuse“ also schon mal das An- und Ausziehen der Schuhe.

Schmutzige Kleidung muss an diesem Morgen noch nicht gewechselt werden, denn die Kinder halten sich noch nicht allzu lange hier auf. An diesem Donnerstag verabschieden sie sich von ihrem bisherigen Quartier, ab Freitag sind sie wieder wie gewohnt in der Detmarstraße 15 anzutreffen.

Dass zum Wohlfühlen noch einiges einzurichten ist, sei in diesem Stadium gewollt, erklärt Rita Naujoks: „Die Kinder und Mitarbeiter sollen gemeinsam gestalten.“


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Torsten Wewer Kanalmanagement / Redakteur
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