Bremen Teil eins des Transferziels hat Werder Bremen begleitet von reichlich Nebengeräuschen umgesetzt, nun muss so schnell wie möglich der dringend benötigte zweite Teil folgen. Nachdem der kriselnde Fußball-Zweitligist Spieler um Spieler in den vergangenen Tagen verkauft und damit das dringend benötigte Geld eingenommen hat, warten die Fans des Bundesliga-Absteigers nun sehnsüchtig auf Verstärkungen.

Griechische Gespräche

Eine davon könnte Torjäger Georgios Giakoumakis sein. Der 26-Jährige, der bei VVV-Venlo spielt und in der niederländischen Eredivisie in der Vorsaison mit 26 Treffern Torschützenkönig wurde, war bereits am Mittwoch in Bremen, um sich ein Bild von Werder zu machen. „Es war ein sehr gutes Gespräch, es hat ihm auch recht gut gefallen hier. Mehr kann ich noch nicht sagen“, meinte Werders Leiter Profifußball, Clemens Fritz, am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel an diesem Samstag (13.30 Uhr) beim Karlsruher SC. Einen Transfer des Griechen, der allerdings auch von Celtic Glasgow umworben wird, konnte er nicht verkünden. Den schottischen Spitzenclub speziell in puncto Gehalt als Rivalen zu haben, spricht nicht für Werder. Man sei in einem „sehr guten Austausch“, sagte Fritz. „Für ihn war es auch wichtig, mal ein Gefühl für Bremen zu bekommen.“ Man sei allerdings nicht so naiv, „dass wir uns nur mit einem Spieler beschäftigen.“

Ziele erreicht

Gemeinsam mit Sportchef Frank Baumann, der für die Fans der Hauptschuldige der Misere ist, arbeitet Fritz an mehreren Optionen. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Offensive. Auch auf der Außenverteidiger-Position oder im Mittelfeld kann noch etwas passieren. „Was die Erlöse angeht, haben wir unsere Ziele erreicht“, sagte Fritz einen Tag, nachdem Werder Maximilian Eggestein an den SC Freiburg verkauft hatte. „Wir sind jetzt an einem Punkt angelangt, wo wir nicht mehr unbedingt unter Zugzwang sind“, sagte Fritz. Die zur Verfügung stehenden Mittel seinen jedoch weiter „limitiert“.

Hoher Preis

Der sportliche Preis für die finanziell notwendigen Schritte ist enorm hoch. Neben Eggestein verließen in Milot Rashica, Joshua Sargent, Yuya Osako, Johannes Eggestein, Niklas Moisander oder Theodor Gebre Selassie viele mögliche weitere Leistungsträger sowie weitere Kräfte aus der zweiten Reihe den Verein. Der Saisonstart gibt mit dem Aus im DFB-Pokal beim Drittligisten VfL Osnabrück und vier Punkten aus drei Ligaspielen Anlass zur Sorge. Vor allem das 1:4 am vergangenen Sonntag gegen den SC Paderborn sorgte für heftige Fan-Kritik.

Anfang: „Hilft nicht“

Werders neuer Trainer Markus Anfang muss sich immer wieder auf veränderte Kaderbedingungen einstellen. Das helfe „nicht zwangsläufig, ein eingespieltes Team zu haben“, sagte der 47-Jährige. Bis sein Kader zum Ende der Transferperiode am 31. August feststeht, bleibt ihm nur, das Beste aus der Situation zu machen.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.