Oldenburg Werder Bremen hat sich mit einem standesgemäßen 7:1-Erfolg beim Regionalliga-Absteiger VfL Oldenburg in die Sommerpause verabschiedet. Beim Saisonausklang des Fußball-Bundesligisten vor der stattlichen Kulisse von 4480 Zuschauern im Oldenburger Marschwegstadion ging es dieses Mal allerdings weniger um die Tore, sondern vielmehr darum, dass sich Claudio Pizarro, Niklas Moisander und Co. noch einmal ihren Fans im Nordwesten präsentieren sollten.

Die Bremer waren wie erwartet mit einer Mischung aus etablierten Profis und Nachwuchskräften angetreten. So gehörten unterem anderem Rekordeinkauf Davy Klaassen, Co-Kapitän Moisander, Martin Harnik oder Yuya Osako der Startelf an. Vereinslegende Pizarro – natürlich mit dem größten Applaus empfangen – nahm zunächst wie Milot Rashica und Nuri Sahin auf der Bank Platz. Auch Max Kruse, dessen neuer Verein nach wie vor nicht bekannt ist, war bei seinem vorerst letzten Ausflug mit den Grün-Weißen in Oldenburg. Der scheidende Kapitän guckte sich die Partie wegen seiner Oberschenkelverletzung, aufgrund derer er schon die letzten beiden Saisonspiele verpasst hatte, auf den Sitzplätzen auf Höhe der Mittellinie an – und wurde von zahlreichen Autogrammjägern belagert. Gar nicht vor Ort waren indes die beiden Brüder Maximilian und Johannes Eggestein.

Bei sommerlichen Temperaturen kam die Partie nur langsam in Fahrt. Harnik setzte nach zwölf Minuten einen ersten Warnschuss ans Außennetz. Der VfL versteckte sich nicht, spielte durchaus gefällig nach vorn, konnte sich im letzten Drittel des Spielfeldes aber selten durchsetzen. Nach einem langen Ball von Nachwuchsspieler Pascal Hackethal spitzelte Harnik den Ball nach 18 Minuten zum ersten Tor für den Bundesligisten ins Netz. Fred Mensah Quarshie legte zum 2:0 nach (28.).

Drei Minuten später durfte dann aber erstmal der künftige Oberligist jubeln. Nach einer Flanke von links von Narciso Lubaca spritzte in der Mitte Joshua König in den Ball und ließ Werders etatmäßiger Nummer zwei Stefanos Kapino aus wenigen Metern keine Chance – 1:2 (31.). Zehn Minuten später hatte Jonas Siegert sogar die große Chance zum Ausgleich für den VfL, aber Kapino parierte. Kurz vor dem Wechsel stellte Harnik mit seinem zweiten Tor das Ergebnis auf 3:1 (44.).

Direkt nach der Pause, in der es viele Wechsel gab, erhöhte Luc Ihorst zunächst auf 4:1 (48.) und dann auf 5:1 (54.). Der größte Beifall im zweiten Durchgang brandete indes auf, als Werder-Trainer Florian Kohfeldt in der 60. Minute das Trio Nuri Sahin, Milot Rashica und Claudio Pizarro auf den Platz schickte. In der 65. Minute schaffte es sogar ein „Flitzer“ auf den Rasen, sprintete in Richtung Strafraum, knipste schnell ein Selfie mit Pizarro und rannte jubelnd unter dem Applaus des Publikums wieder vom Platz – Pizarro nahm es mit einem Grinsen.

Im Spiel erhöhte Ihorst mit seinem dritten Treffer auf 6:1 (73.), kurz nachdem Pizarro mit einer Doppel-Chance an VfL-Schlussmann Sven Lameyer gescheitert war. Luca Mittelstädt vergab anschließend für den VfL die größte Gelegenheit auf einen zweiten Treffer (78.), danach traf Rashica mit einem satten Schuss die Latte (81.), ehe Pizarro unter großem Jubel mit einem Rechtsschuss den 7:1-Endstand herstellte (82.).

Tore: 0:1 Harnik (18.), 0:2 Quarshie (27.), 1:2 König (31.), 1:3 Harnik (44.), 1:5 Ihorst (48.), 1:5 Ihorst (54.), 1:6 Ihorst (73.), 1:7 Pizarro (82.).

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