Oldenburg Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch gehen die Regionalliga-Fußballer des VfB Oldenburg an diesem Sonntag (15 Uhr/ Marschwegstadion) ins Heimspiel gegen die U23 von Werder Bremen. Nach dem Last-Minute-Tor des BSV Rehden zum 1:1-Ausgleich am vergangenen Mittwoch „sitzt die Enttäuschung natürlich noch tief“, sagte VfB-Trainer Stephan Ehlers: „Deshalb werden wir alles dran setzen, um am Sonntag gegen Werder Bremen drei Punkte einzufahren.“

Der VfB hatte in Rehden über weite Strecken eine überzeugende Leistung geboten und schien nach dem Führungstreffer durch den Ex-Bremer Maik Lukowicz auf der Siegerstraße, ehe sich mit dem Ausgleich in der 89. Minute die mangelnde Chancenverwertung rächte.

In dem Drittligaabsteiger von der Weser kommt nun am Sonntag ein starkes Team ins Marschwegstadion, das Anspruch auf die Meisterschaft erhebt. „Die Rollen sind ganz klar verteilt“, meinte Ehlers: „Die Bremer werden nicht so tief in der Defensive stehen wie Rehden, sondern versuchen, ihr Angriffsspiel aufzuziehen. Das Team ist sehr spielstark, taktisch flexibel und hat etliche Spieler mit Blick auf das Bundesligateam im Kader. Aber wir müssen uns nicht verstecken und werden dagegen halten.“

Ein besonderes Augenmerk wird dabei Joshua Sargent gelten. Der erst 18-jährige US-Amerikaner zählt seit dieser Saison zum Profikader der Bremer, kam aber bisher ausschließlich in der Regionalliga-Mannschaft zum Einsatz, für die er bereits vier Treffer erzielte. Die starken Auftritte von Sargent, der schon drei Länderspiele für die USA bestritten hat (1 Tor), sind auch Werders Cheftrainer Florian Kohfeldt nicht verborgen geblieben. „Josh ist Teil einer sehr guten Mannschaftsleistung der U 23. Ich beobachte den Spieler schon länger und werde ihm Gelegenheit geben, in der anstehenden Länderspielpause im Bundesligakader bei den Freundschaftsspielen aufzulaufen“, sagte der Coach des Bundesligateams am Donnerstag.

Kohfeldt war bis zu seiner Beförderung im Oktober 2017 Trainer der Bremer Zweiten gewesen, nun ist Sven Hübscher der Verantwortliche an der Seitenlinie. Der 39-Jährige kann auf eine Mannschaft zurückgreifen, die als Absteiger aus der dritten Liga viel Erfahrung mitbringt. Die Fäden im Mittelfeld ziehen der neuseeländische Junioren-Nationalspieler Trevor Zwetsloot sowie Simon Straudi, die beide aus der U19 von Werder stammen.

Oldenburgs Trainer Ehlers hat Respekt vor den Bremern, aber keine Angst. „Wir haben ein Heimspiel, die Leute sind gut gelaunt vom Stadtfest und das Wetter soll auch mitspielen. Wir wollen den zweiten Saisonsieg einfahren“, sagte er. Entwarnung gab es für Jeffrey Volkmer, der in Rehden einen Schlag ins Gesicht bekommen hatte. Der befürchtete Nasenbeinbruch beim Verteidiger hat sich jedoch nicht bestätigt.

Weitere Nachrichten:

VfB Oldenburg | SV Werder Bremen | BSV Rehden | Stadtfest

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.