Mönchengladbach /Bremen Die ersten großen Geisterspiele mit deutscher Beteiligung sind kaum vorbei, da sind die neuen Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie eigentlich schon ad absurdum geführt. Fürchterliche Tristesse auf dem Rasen, unglückliche Protagonisten und Menschenansammlungen vor dem statt wie bisher im Stadion: Auch mit leeren Rängen dürfte die Bundesliga ihre Saison angesichts der täglich ernsteren Lage des Covid-19-Virus nur schwerlich beenden dürfen. „Eine Erkenntnis ist, dass die Fußball-Bundesliga ohne Fans keinen Spaß macht“, sagte Sportdirektor Horst Heldt vom 1. FC Köln.

Beobachtet man die Rasanz, mit der das Coronavirus derzeit den weltweiten Sport durcheinanderwirbelt, dürfte es aber nur eine Frage der Zeit sein, bis auch die Bundesliga einheitlich handeln muss. Die Bundesliga will sich nach diesem Spieltag, der auf jeden Fall komplett ohne Zuschauer ausgetragen wird, überlegen, wie es weiter geht. Dies soll am Montag gemeinsam in Frankfurt geschehen. „Wir werden alle eine Lösung finden“, kündigte Heldt an. Diskutiert wird vieles – von einer vorübergehenden Absage des danach folgenden 27. Spieltags bis zum vorzeitigen Saisonende.

Werder Bremen, das am Montag (20.30 Uhr) auf Bayer Leverkusen treffen wird, appellierte am Donnerstag eindringlich an seine Anhänger. „Trotz des Verständnisses für das Bedürfnis der Anhänger, das Team zu unterstützen, bittet der SV Werder alle Fans, Menschenansammlungen zu vermeiden“, hieß es in einer Erklärung des Bundesligisten. Die Prävention einer weiteren Verbreitung des Coronavirus solle Priorität besitzen, erklärte der Club. Alle anderen Bundesligisten, die an diesem Wochenende Heimspiele haben, zogen mit der Fernbleib-Bitte nach.

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„Wir versuchen, uns genauso wie immer vorzubereiten und alles andere auszublenden. Aber für mich ist das komplettes Neuland“, sagte Fortuna Düsseldorfs Coach Uwe Rösler vor dem Duell an diesem Freitag (20.30 Uhr) mit dem Letzten SC Paderborn.

Die Fangemeinschaft „Unsere Kurve“ rät indes von weiteren Geisterspielen in der Liga ab und fordert stattdessen eine Unterbrechung der Saison ab dem übernächsten Spieltag. Die Saison 2019/20 soll demnach so lange unterbrochen werden, „bis die Behörden Großveranstaltungen wieder freigeben“. Die Geisterspiele könne man als „kurzfristige notwendige Reaktion“ nachvollziehen. Weiter forderte die Gruppierung zum einheitlichen Umgang in der Liga auf, „um Wettbewerbsverzerrungen zu verhindern“.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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