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Cloppenburg Es hat sich einiges für sie verändert, umso gespannter sehen sie dem Meisterschafts-Auftakt entgegen: Die Fußballerinnen des BV Cloppenburg treten an diesem Sonntag (11 Uhr) beim 1. FC Saarbrücken zu ihrem ersten Spiel in der neuen eingleisigen zweiten Bundesliga an. Nord- und Südstaffel wurden zusammengelegt, um das Niveau direkt unter dem Oberhaus zu erhöhen. Zu oft waren die Aufsteiger in der ersten Liga chancenlos. Statt einer Nord- und einer Südstaffel mit jeweils zwölf Teams gibt es nun eine Liga mit 14 Mannschaften.

„Viele reizt diese neue Liga“, freut sich Tanja Schulte, die sportliche Leiterin der BVC-Frauen, die zudem zusammen mit Imke Wübbenhorst das Trainerduo bildet. Die Gegner aus dem Süden der Republik sind für die BVC-Verantwortlichen allerdings schwer einzuschätzen.

Zudem spielen sechs Zweitvertretungen mit der Auflage in der zweiten Liga, dass sie neben U-20-Fußballerinnen nur drei ältere Sportlerinnen pro Spieltag einsetzen dürfen. Sollten die Reserve-Mannschaften die oberen Plätze belegen, würde es, da sie aufgrund ihrer ersten Teams im Oberhaus nicht aufsteigen dürfen, am Ende kurios werden. Dann wären die zwei Aufsteiger in die Bundesliga im Mittelfeld der Abschlusstabelle zu finden.

Aber ein Aufstieg ist für die Cloppenburgerinnen zurzeit sowieso kein Thema, der Klassenerhalt ist als Ziel ausgegeben. Schließlich war noch vor wenigen Wochen fraglich, ob der BVC in der neuen Liga konkurrenzfähig sein würde. Hielt das erste Halbjahr 2018 doch einige Turbulenzen für den BVC bereit. Der Hauptsponsor des Frauen-Teams, Albert Sprehe, stellte sein Engagement ein, der Verein brauchte einen Notvorstand, und als andere Clubs längst mit der Saisonplanung fertig waren, hatten die Spielerinnen und das Trainerduo des BVC noch keine neuen Verträge.

Doch in der Folgezeit waren die Verantwortlichen erfolgreich: Es wurden viele Klinken geputzt, um neue Geldgeber zu finden. So engagiert sich inzwischen die EWE unter anderem als Trikotsponsor der Frauen beim BVC.

Es konnten schließlich fast alle Leistungsträgerinnen gehalten werden, zudem kamen mit Rückkehrerin Lisa Josten (Werder Bremen) und Silvana Chojnowski (1. FC Köln) zwei Spielerinnen hinzu, die in der vorherigen Saison in der Bundesliga aktiv waren. Außerdem ist der Kader mit 24 Spielerinnen endlich mal wieder der Aufgabe angemessen groß und die erste Elf eingespielt.

Dennoch läuft nicht alles wie erhofft. So ist Chojnowski nach einem Verkehrsunfall immer noch angeschlagen und die eigentliche Kapitänin Daniela Löwenberg in einer Babypause. Agnieszka Winczo führt den BVC nun an.

Aber auch sie konnte nicht verhindern, dass die Cloppenburgerinnen beim 3:1-Sieg in der ersten DFB-Pokal-Runde gegen den Bremer Regionalligisten TuS Schwachhausen zeitweise schwach spielten. Und da sie nicht überzeugten, sind die BVC-Trainerinnen nun überzeugt davon, dass ihre Mannschaft in der neuen zweiten Liga deutlich besser spielen muss . . .

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Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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