Bremen Von dem Wort Abstiegskampf will auch er noch nichts hören, aber Maximilian Eggestein fand trotzdem klare Worte am Donnerstag zur Lage von Werder Bremen. „Wir müssen aufpassen. Wir müssen schnell Punkte holen, um da rauszukommen“, forderte der Mittelfeldspieler des auf Platz 14 abgerutschten Fußball-Bundesligisten vor der Partie an diesem Sonntag (18 Uhr) beim VfL Wolfsburg.

Nach acht Spielen ohne Sieg und nur elf Zählern aus den ersten zwölf Spielen weiß auch Eggestein, dass man nicht mehr nur von einer kleinen Krise sprechen kann. „Eine gewisse Verunsicherung ist natürlich da, wenn man sieht, wo wir stehen“, gab der 22-Jährige zu, der selbst in dieser Spielzeit auch noch nicht an seine zuvor starken Leistungen anknüpfen kann.

Für die Bezeichnung Abstiegskampf, das betonte Eggestein gleichwohl auch, sei es „zu früh. Der Abstiegskampf beginnt später in der Saison“. Die Situation sei „gefährlich. Die Mannschaften da unten werden ihre Punkte holen und haben sie schon geholt“, sagte er mit Blick auf die Siege von Augsburg (4:0 gegen Berlin) und Mainz (5:1 bei der TSG Hoffenheim) am vergangenen Spieltag. Es sei aber auch wichtig, „keinen Aktionismus zu betreiben und auf Krampf irgendetwas zu verändern“, meinte Eggestein.

Der Bremer Profi kündigte eine Leistungssteigerung in Wolfsburg gegenüber der 1:2-Niederlage gegen Schalke 04 an: „Wir haben zuletzt fast alles vermissen lassen, was uns auszeichnet. Kein Zugriff, keine Aggressivität in den Zweikämpfen, keine Torchancen. Das wollen wir gegen Wolfsburg besser machen.“ Man habe den insgesamt schwachen Auftritt gegen Schalke in einer Sitzung intensiv analysiert, „die Probleme totzuschweigen ist kein Ansatz.“ Das Team brauche aber keinen Mental-Trainer, sondern sei sich seiner Probleme bewusst und gehe diese bereits im Training an.

Von Werders ursprünglichem Saisonziel internationaler Wettbewerb will das Bremer Talent indes nichts mehr wissen: „Für den Moment auf jeden Fall. Wir sind weit davon weg, müssen uns um andere Dinge kümmern und bis zur Winterpause punkten.“

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Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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