Bremen Ein Freund von Aktionismus ist Florian Kohfeldt wahrlich noch nie gewesen. Immer dann, wenn es bei Werder Bremen nicht so gut läuft, predigt der Trainer des Fußball-Bundesligisten, dass man sich nicht von dem eingeschlagenen Weg abbringen lasse und diesen konsequent weitergehe – auch nach inzwischen acht Bundesligaspielen ohne Sieg praktiziert der 37-Jährige das. Dazu gehört überdies, dass Kohfeldt jene Profis stärkt, die für ihn zum festen Stamm zählen. Und so brach der Coach vor dem Auswärtsspiel an diesem Sonntag (18 Uhr) beim VfL Wolfsburg eine Lanze für seine in die Kritik geratenen Stars.

„Sie sind absolut gesetzt, weil ich ihnen vertraue und sie nicht weit weg sind, von dem, was sie können“, gab Kohfeldt dem zuletzt fehleranfälligen Torhüter Jiri Pavlenka, dem glücklosen Maximilian Eggestein und dem ineffektiven Davy Klaassen eine Einsatzgarantie.

Mit „Mut und Spielstärke, Aggressivität und Einstellung auf den Gegner“ will Kohfeldt die schwierige Aufgabe bei jenem Team angehen, dass sich am Donnerstag durch einen 1:0-Erfolg beim ukrainischen Club PFK Olexandrija für die K.o.-Runde der Europa League qualifiziert hatte. Vor allem Stürmer Wout Weghorst präsentiert sich beim VfL treffsicher, der Niederländer stellt die in dieser Saison in noch keinem Pflichtspiel gegentorlose Bremer Defensive vor einen Härtetest.

In dieser wird Kapitän Niklas Moisander weiterhin fehlen, der Finne soll stattdessen im wichtigen Heimspiel gegen den Aufsteiger SC Paderborn eine Woche später in den Bremer Kader zurückkehren. Da Sebastian Langkamp zuletzt wackelte, könnte Christian Groß in die Innenverteidigung zurückkehren.

„Keiner verkennt hier etwas“, betonte Kohfeldt am Freitag noch einmal mit Blick auf die Tabelle. Die Mannschaft reagiere gut, „der Situation angemessen. Weil sie Unzufriedenheit ausstrahlt, aber trotzdem an ihre Stärke glaubt“, so der Trainer. Über eine gute Trainingswoche zu reden, habe er gleichwohl keine Lust: „Ich will Sonntagabend darüber reden, dass wir alles auf den Platz gebracht haben.“

Bei den Wolfsburgern zeichnet sich indes die Rückkehr der lange Zeit verletzten Daniel Ginczek und Xaver Schlager an. „Daniel ist auf jeden Fall ein Thema für den Kader“, bestätigte Trainer Oliver Glasner am Freitag. Beide Profis hatten am vergangenen Sonntag noch für die VfL-Reserve in der Regionalliga Nord in der Startelf gegen den VfB Oldenburg (5:0) gestanden, Ginczek hatte dabei zwei Tore erzielt.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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