Bremen Sieben Niederlagen und ein Remis in den vergangenen acht Partien sorgen für tiefe Sorgenfalten bei jedem, der es mit Werder Bremen hält. An diesem Samstag (15.30 Uhr) droht im Kellerkrimi beim FC Augsburg der Absturz auf den vorletzten Platz. Es gibt aber auch Zahlen, die für den Fußball-Bundesligisten von der Weser sprechen – hier kommen ein paar Mutmacher für jeden Werder-Fan.

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5 der sechs Duelle mit den Augsburgern hat Florian Kohfeldt gewonnen, seitdem er Cheftrainer der Bremer ist. Gegen keinen anderen Verein hat der Coach eine so gute Bilanz. Im Hinspiel gewann Werder durch zwei späte Tore von Theodor Gebre Selassie (84. Minute) und Felix Agu (87.).

17 seiner 31 Punkte hat Werder auswärts geholt. Die defensive Ausrichtung der Bremer kommt ihnen auf fremden Plätzen entgegen, das Lauern auf Fehler des Gegners klappt dort besser als im Weserstadion. 20 von insgesamt 34 Toren haben die Bremer auswärts geschossen. Mit dem fünften Auswärtssieg der Saison könnten sie Augsburg (33 Zähler) überholen.

32 Tore haben die Augsburger in dieser Saison erst erzielt und damit sogar zwei weniger als die oft harmlosen Bremer. Der FCA von Trainer-Rückkehrer Markus Weinzierl ist damit nach Schalke 04 (21 Tore) und Arminia Bielefeld (23) das drittschwächste Angriffsteam der Liga. Werder ist in dieser Tabelle auf Rang fünf – ein Offensivfeuerwerk ist an diesem Samstag also nicht nur aufgrund der Bedeutung der Partie kaum zu erwarten.

0 Gegentore hat Werder in den vergangenen beiden Pflichtspielen kassiert – legt man im Pokalhalbfinale gegen RB Leipzig nur die reguläre Spielzeit zugrunde (Werder verlor dann 1:2 nach Verlängerung). In der Liga zeigten die Bremer zuletzt beim 0:0 gegen Bayer Leverkusen, dass sie sich in der Defensive wieder gefangen haben. „Man konnte in den letzten beiden Spielen auf jeden Fall eine Leistungssteigerung sehen. Das stimmt mich optimistisch“, sagt Kohfeldt. Die zuletzt verletzt fehlenden Stammspieler Ömer Toprak und Marco Friedl stehen zudem wieder zur Verfügung.

17 der 32 Partien hat der FC Augsburg in dieser Saison verloren – das ist Vereins-Negativrekord. Zudem sind die Fuggerstädter seit fünf Spielen sieglos, haben die vergangenen drei Begegnungen alle verloren. „Wir haben keine Sorgen, wir haben nur eine Riesenchance“, sagte Weinzierl dennoch am Donnerstag. Er selbst hatte seine Premiere als Nachfolger von Heiko Herrlich zuletzt mit 1:2 in Stuttgart verloren. „Die Mannschaft hat kapiert, um was es geht“, sagte Weinzierl.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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