Bremen Einen Rückstand gedreht, zumindest über Nacht auf den achten Tabellenplatz verbessert und Schalke 04 noch tiefer in die Krise gestürzt: Dank einer Leistungssteigerung nach schwachen ersten 30 Minuten hat Werder Bremen zum Auftakt des 25. Spieltags in der Fußball-Bundesliga einen wichtigen Heimsieg gefeiert. Vor 42 100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion gewann die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt mit 4:2 (1:1) und ging damit wieder auf Kontakt zu den Europapokalplätzen. Bei den Königsblauen wird trotz eines couragierten Auftritts die Luft für den stark in der Kritik stehenden Trainer Domenico Tedesco immer dünner.

Breel Embolo hatte den zu Beginn überlegenen Vizemeister der Vorsaison, der tief im Abstiegskampf steckt, in Führung gebracht (26. Minute). Der Ausgleich durch Milot Rashica (31.) und das frühe Tor nach dem Wechsel durch Max Kruse (51.) brachten die Bremer vorn, ehe Rashica die Partie vorentschied (73.). Der zweite Treffer Embolos kam für Schalke zu spät (85.), Martin Harnik konterte letztlich zum 4:2 (90.+3).

Werder musste kurzfristig auf den erkrankten Nuri Sahin verzichten. Erstmals wieder im Kader stand Fin Bartels, der nach nach seinem Achillessehnenriss im Dezember 2017 kein Bundesligaspiel mehr bestreiten konnte.

Die größte Überraschung indes war, dass Claudio Pizarro anstelle von Johannes Eggestein in der Startformation stand. „Es gibt drei, vier Spiele in der Saison, in denen es Sinn ergibt, ihn von Anfang an zu bringen. Heute ist so ein Spiel. Ich glaube, dass wir oft den Ball haben werden“, begründete Kohfeldt vor dem Anpfiff.

Doch Werder hatte mitnichten viel Ballbesitz. Schalkes Guido Burgstaller tauchte nach einem Bremer Ballverlust frei vor Jiri Pavlenka auf, der Tscheche hielt mit einem starken Reflex (6.) und musste auch bei einem Freistoß von Daniel Caligiuri seine Klasse demonstrieren (12.). Die Parade in der 20. Minute, als der Keeper eine Volleyabnahme von Jeffrey Bruma entschärfte, fiel dann sogar schon in die Kategorie Weltklasse.

Diese Chancen zeigten, dass die verunsicherten Gäste wesentlich besser in die Partie fanden als von vielen erwartet. Werder hatte große Probleme, schon nach 20 Minuten drei Gelbe Karten auf dem Konto – und lag nach Embolos Treffer verdient hinten.

Wie aus dem Nichts fiel der Ausgleich: Kruse flankte, Rashica traf. Der Rückschlag schockte Schalke merklich. Kurz nach dem Wechsel profitierten die Bremer vom Videobeweis, nachdem Caligiuri Kruse zu Fall gebracht hatte. Der Kapitän schob souverän zur Führung ein.

Werder hatte noch einmal Glück, dass Pavlenka bei einem Versuch von Steven Skrzybski eine weitere Glanztat zeigte (62.). Dann verlängerte Maximilian Eggestein eine Hereingabe, Rashica schlug noch einen schnellen Haken und schob zum 3:1 ein.

In den grün-weißen Jubel passte, dass Bartels – frenetisch von den Fans gefeiert – ab der 84. Minute noch sein Comeback feiern durfte.

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Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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