Bremen Trotz des verpassten Heimsieges gegen den VfB Stuttgart bekamen Werder Bremens Fußballer von Trainer Florian Kohfeldt zwei freie Tage. Den Kopf frei kriegen, den Akku aufladen und dann wieder angreifen – so reagierten die Bremer auf das enttäuschende 1:1 am Freitagabend. Statt Druck auf die Konkurrenten im Kampf um die Europa-League-Plätze auszuüben, hängen die Bremer weiter im Tabellenmittelfeld der Bundesliga herum. Dass am Samstag der VfL Wolfsburg überraschend auch noch mit 3:0 bei Borussia Mönchengladbach gewann, sorgte für einen weiteren Stimmungsdämpfer an der Weser.

Doch aufgeben wollen sie in Bremen nicht, die Rückkehr nach Europa ist nach wie vor das Ziel der Grün-Weißen. „Es sind noch viele Spiele zu spielen. Wir werden weiter für unser Ziel kämpfen und sind immer noch in der Situation, mitspielen zu können“, sagte Maximilian Eggestein. Um aber tatsächlich noch ein Wörtchen um Platz sechs mitreden zu können, muss am kommenden Sonntag (18 Uhr) ein Sieg in Wolfsburg her. Weshalb Kapitän Max Kruse – ein Ex-Wolfsburger – mit Blick auf die Partie auch deutliche Worte fand: „Es könnte schon ein kleines Endspiel in Wolfsburg geben.“

Gegen Stuttgart wurde zum wiederholten Male deutlich, dass Werder mit sehr defensiv eingestellten Gegnern große Schwierigkeiten hat. Insgesamt wirkte das Spiel der Grün-Weißen viel zu statisch und langsam. Vor allem Nuri Sahin, kurzfristig für den verletzten Philipp Bargfrede ins Team gerutscht, konnte den Hausherren kaum Impulse geben. „Wir haben keine Lösungen gefunden. Insgesamt ist das Ergebnis natürlich zu wenig“, sagte Werder-Coach Kohfeldt enttäuscht.

Zwar ist Werder im Jahr 2019 weiterhin ungeschlagen, doch wie ein Europa-League-Aspirant trat das Team am Freitagabend zu keiner Zeit auf. Das versprochene Spektakel unter Flutlicht blieb aus. „Anspruch und Wirklichkeit klaffen aktuell etwas auseinander“, sagte Innenverteidiger Sebastian Langkamp.

„Das 1:1 fühlt sich wie eine Niederlage an“, brachte Davy Klaassen die Stimmung im Bremer Lager auf den Punkt. Der Niederländer rettete den Gastgebern vor 41 000 Zuschauern mit seinem Ausgleich kurz vor der Pause immerhin noch einen Zähler, nachdem Steven Zuber die Gäste bereits in der zweiten Minute in Führung gebracht hatte.

Vielleicht sind am Kader im Sommer doch ein paar Korrekturen mehr nötig, als von Kohfeldt und Sportdirektor Frank Baumann ursprünglich geplant. Vor allem in Sachen Tempo hat Werder Defizite, das deckte das triste Unentschieden gegen Stuttgart erneut deutlich auf.

Kohfeldt erinnerte zudem daran, dass das neue Werder nach Jahren des Abstiegskampfes noch im Entwicklungsprozess stecke. „Wir müssen die Schritte sehr schnell machen, gefühlt müssen wir jede Woche eine Riesenentwicklung machen“, sagte der Werder-Coach.

Kohfeldt fand dennoch schnell seinen Optimismus wieder. „Natürlich können wir es noch nach Europa packen. Wir haben zwei Chancen über den Pokal und über die Liga“, sagte der Werder-Coach. Der Weg über den Pokal, wo Werder im Viertelfinale bei Schalke 04 antreten muss, scheint derzeit der realistischere zu sein.

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