Bremen Das Beispiel aus Hamburg zeigt, dass sich nach jahrzehntelanger Zugehörigkeit eines Clubs zur Fußball-Bundesliga auch im Falle eines Abstiegs die Erde tatsächlich weiterdreht. Sollte Werder Bremen nach dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach an diesem Samstag (15.30 Uhr, Weserstadion) zum zweiten Mal nach 1980 die höchste deutsche Spielklasse verlassen müssen, wäre in Bremen und auch in der Bundesliga dennoch vieles anders. Es liegt an den Werder-Profis, das zu verhindern. Hier steht eine Grafik mit den Abstiegs-Konstellationen

Wie würde WerdersKader aussehen?

Die Zahl von Abgängen wäre groß. Der von Hertha BSC an Werder verliehene Davie Selke würde nach Berlin zurückkehren, die Kaufverpflichtung greift nur beim Klassenerhalt. Die Verträge von Theodor Gebre Selassie (34) und Niklas Moisander (35) laufen aus, beide Routiniers würden gehen – das wäre wohl auch im Falle einer weiteren Erstliga-Saison der Fall. Torwart Jiri Pavlenka, Marco Friedl, Milos Veljkovic, Ludwig Augustinsson (steht in Schwedens EM-Kader), Kevin Möhwald, Maximilian Eggestein, Leonardo Bittencourt, Joshua Sargent, Yuya Osako und Milot Rashica sehen ihre Zukunft vermutlich nicht in der 2. Bundesliga, sie wären allesamt Verkaufskandidaten. Niclas Füllkrug hat in seiner Vita mehr Zweitliga-Einsätze (102) als solche in der Bundesliga (97) stehen, womöglich würde er im Worst Case bei Werder bleiben.   

Wie würde die 2. Liga aussehen?

Das Unterhaus könnte 2021/22 eine stark norddeutsch geprägte Angelegenheit werden. Der Hamburger SV, der FC St. Pauli und Hannover 96 sind in jedem Fall dabei. Holstein Kiel steigt möglicherweise auf – bleibt vielleicht aber auch Zweitligist. Am unteren Ende bleiben mit viel Glück Eintracht Braunschweig und der VfL Osnabrück drin, aus der 3. Liga wird wohl Hansa Rostock hinzukommen – die Reisewege über norddeutsche Autobahnen wären für die Bremer recht kurz.   

Wer wäre der nördlichste Bundesligaclub?

Sollte Arminia Bielefeld die Klasse halten, Bremen ab- und Kiel nicht aufsteigen, wäre das eine knappe Angelegenheit. Die Stadien von Hertha BSC, Union Berlin, VfL Wolfsburg und Bielefeld liegen alle knapp oberhalb des 52. Grades nördlicher Breite. Das Berliner Olympiastadion, in dem Hertha spielt, liegt dabei etwas nördlicher als das Stadion „An der Alten Försterei“ des Ortsrivalen Union. Das Bundesliga-Nordderby – jahrzehntelang eine Angelegenheit zwischen Werder und dem HSV – würde künftig also als Berliner Stadtduell laufen. Die Arenen in Wolfsburg und Bielefeld liegen minimal südlich davon.   

Was spricht fürWerders Rettung?

„Ich glaube an diese Mannschaft. Ich glaube, dass wir unser Ziel erreichen können“, sagte Werders Interimstrainer Thomas Schaaf am Freitag: „Wir haben zuletzt zu viel über uns ergehen lassen, das müssen wir ändern. Wir müssen wieder etwas dominanter werden.“

Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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