Bremen /Freiburg Offiziell bestätigen wollten weder der SC Freiburg noch Werder Bremen am Dienstag die Meldung, die der„Kicker“ verbreitete. Wie das Fachmagazin berichtete, wird der Erstligist auf den Abgang von Baptiste Santamaria (wechselt für etwa 14 Millionen Euro zu Stade Rennes) reagieren und ist demnach an der Weser fündig geworden. SC-Sportvorstand Jochen Saier hatte erklärt, dass man mit einem Zugang „in finalen Gesprächen“ sei.

Für die finanziell stark angeschlagenen Bremer wäre der Abgang Eggesteins der nächste Nackenschlag in einer Phase, in der die Stimmung im Umfeld ohnehin auf dem Tiefpunkt ist. Eggestein hatte früh betont, dass er nach dem Bremer Abstieg gern erstklassig weiterspielen würde – nun nutzt er die Chance im Breisgau. Der 24-jährige Fast-Nationalspieler hat noch einen Vertrag bis 2023 in Bremen, was den Grün-Weißen zumindest eine ordentliche Ablösesumme einbringen dürfte.

Sportlich allerdings bedeutet Eggesteins Wechsel, dass die Personaldecke besorgniserregend dünn wird – und dass die Bremer mitnichten mehr zu den Aufstiegskandidaten zu zählen sind. Josh Sargent, Yuya Osako, Johannes Eggestein, Kebba Badije, Stefanos Kapino, Ludwig Augustinsson und nun Maximilian Eggestein haben allesamt den Verein in den vergangenen zwei Wochen verlassen. Zudem verliehen die Bremer Stürmer Johan Mina am Dienstag nach Portugal. Der 19-Jährige wechselt für ein Jahr zum Erstligisten Estoril Praia.

Auf der Zugang-Seite ist in dieser Zeit nichts passiert, was heftige Kritik vor allem an der Rolle von Sportchef Frank Baumann zur Folge hat. Die Unruhe wird seit Dienstag dadurch verstärkt, dass das langjährige Aufsichtsratsmitglied Thomas Krohne sein Mandat niedergelegt hat. Der 59-Jährige reagierte damit auf das Verhalten des Aufsichtsratsvorsitzenden Marco Bode, der am Sonntag eine Trennung von Baumann ausgeschlossen hatte. „Es ist für mich als noch amtierendes Aufsichtsratsmitglied (…) nicht akzeptabel und nachvollziehbar, wenn der Vorsitzende unseres Gremiums öffentlich gegenüber der Presse weitere Schritte gegen den Sportchef ausschließt, ohne dass dies zuvor mit allen Mitgliedern des Gremiums bezogen auf den aktuellen Anlass diskutiert worden ist“, schrieb Krohne an die Redaktion von „deichstube.de“.

Bode zeigte sich überrascht von Krohnes Entschluss. „Ich muss das zur Kenntnis nehmen und finde den Schritt bedauerlich. Zu den Inhalten seiner Erklärung möchte ich mich aber nicht äußern.“ Krohne wollte sich bei Werders Mitgliederversammlung am 5. September ohnehin nicht mehr zur Wahl stellen.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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