Bremen Joshua Sargent hatte endlich wieder Grund zum Jubeln. In der Nacht zu Montag gewann der Stürmer von Werder Bremen das Finale der Concacaf-Nations-League mit den USA gegen Mexiko mit 3:2 nach Verlängerung und stand dabei in der Startelf – nach dem Abstieg aus der Bundesliga dürfte das dem 21-Jährigen gut getan haben. Sargent (Marktwert: 9 Millionen Euro) ist einer der Noch-Bremer, bei denen ein Verbleib in Liga zwei wohl ausgeschlossen ist und deren Verkauf Werder das dringend benötigte Geld in dieser Sommer-Transferperiode in die Kassen spülen soll. Bei drei anderen Profis hofft Werder indes bei der an diesem Freitag beginnenden Fußball-EM darauf, dass sie positiv auffallen und so ihren Marktwert noch etwas steigern.

Ludwig Augustinsson

Hinter dem Schweden liegt eine unbefriedigende Saison mit Verletzungen und Leistungen, die unter seinen Möglichkeiten lagen. Auch zuletzt plagte er sich mit einer Muskelverletzung herum und stand deswegen beim Testspiel seiner Schweden gegen Albanien (3:1) nicht im Kader. Das schwedische Trainerteam gab aber Entwarnung, Augustinsson sei inzwischen gesund und mische mit im Training. Der 27-jährige Linksverteidiger spielt mit seiner Auswahl in einer Gruppe mit Spanien, Polen und der Slowakei. Die Schweden dürften da zusammen mit Robert Lewandowskis Polen hinter Spanien um Platz zwei kämpfen. Dass Augustinsson im ersten Spiel am nächsten Montag gegen die Spanier in der Startelf steht, ist aufgrund seiner fraglichen Form unwahrscheinlich. Auf Clubebene flirtet Augustinsson (Vertrag bis 2022) indes schon länger mit einem Wechsel in die Premier League – mit einem Marktwert von zehn Millionen Euro steht er definitiv auf Werders Verkaufsliste.

Jiri Pavlenka

Im feinsten Tim-Wiese-pink stand Jiri Pavlenka zuletzt im Testspiel gegen Italien 90 Minuten lang im tschechischen Tor. Der 29-Jährige kam mit seiner Auswahl beim 0:4 allerdings kräftig unter die Räder. Der Bremer Keeper (13 Länderspiele) gilt nur als Nummer zwei hinter Tomas Vaclik (FC Sevilla). Er hat mit den Tschechen in der EM-Gruppe D in Vize-Weltmeister Kroatien, Mitfavorit England sowie Außenseiter Schottland schwierige Aufgaben erwischt. Ein frühes Aus ohne Einsatz ist die wahrscheinlichste Variante. Dennoch befindet sich Pavlenka (Vertrag bis 2022) mit 29 Jahren im besten Torwart-Alter, ist mit einem Marktwert von 5,5 Millionen Euro nicht mehr allzu teuer – es sollte den einen oder anderen Interessenten für den Werder-Keeper in diesem Sommer geben.

Marco Friedl

Der Österreicher war noch einer der stabilsten Spieler im Werder-Trikot in dieser Saison. Der Lohn ist, dass er erstmals mit der A-Nationalmannschaft an einem großen Turnier teilnimmt. Mehrere Vereine sollen zudem an dem 23-Jährigen interessiert sein, der seinen Marktwert auf 7,5 Millionen Euro gesteigert hat und noch einen Vertrag bis 2023 in Bremen besitzt. Friedl (3 Länderspiele) trifft mit den Österreichern, die einer Bundesliga-Auswahl gleichen (nur fünf der 23 Spieler im Kader spielen nicht in Deutschland), in Gruppe C auf die Niederlande, Ukraine und Nordmazedonien – Platz zwei ist da durchaus im Bereich des Machbaren. Beim vorletzten Testspiel in England (0:1) stand der Innenverteidiger über 90 Minuten auf dem Platz. Beim letzten Test am Sonntag gegen die Slowakei (0:0) fehlte er dann komplett in Österreichs Kader. Dennoch: Dass Friedl nach der EM noch einmal das Bremer Trikot überstreift, dürfte nahezu ausgeschlossen sein.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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