Bremen Als am Dienstagabend Mitte der ersten Halbzeit der Starkregen im leeren Weserstadion einsetzte, schien Werder Bremen gerade immer mehr zu seinem Spiel zu finden. Der Fußball-Bundesligist von der Weser agierte in der Defensive zweikampfstark und organisiert, immer öfter rutschte indes das Starensemble des FC Bayern aus.

Am Ende aber waren es doch wieder die Münchner, die ihren Gegner nass machten. Durch das 1:0 (1:0) fuhr der Rekordmeister am 32. Spieltag seinen achten Titel in Serie und die insgesamt 30. Meisterschaft der Vereinsgeschichte ein und vergrößerte die Bremer Sorgen vor dem zweiten Abstieg der Clubhistorie. Robert Lewandowski mit seinem 31. Saisontor (43. Minute) sorgte dafür, dass die Bayern mit nun zehn Punkten Vorsprung nicht mehr von Borussia Dortmund einzuholen sind.

Was gab es vom Personal?

Marco Friedl begann links hinten für den kurzfristig am Oberschenkel verletzten Ludwig Augustinsson. Der zuletzt angeschlagene Leonardo Bittencourt rückte für Joshua Sargent in die Startelf. Erstmals seit der Corona-Pause stand zudem Claudio Pizarro im Bremer Kader. Die Bayern spielten indes mit ihrer absolut besten Startelf aktuell. Thomas Müller und Lewandowski stürmten nach ihren Gelbsperren zusammen mit den Außen Serge Gnabry und Kingsley Coman.

Wie war der Spielverlauf?

Werder spielte nach dem 5:1-Kantersieg beim SC Paderborn in der ersten Halbzeit sehr konsequent in der Defensive und schaffte durch Theodor Gebre Selassie (9.) und Maximilian Eggestein (18.) bei zwei kleinen Chancen Entlastung. Die Münchner waren zwar überlegen, aber nicht so zielstrebig vor dem Tor. Das änderte sich in der 43. Minute: Traumpass Jérome Boateng, Weltklasse-Ballannahme Lewandowski, Drehschuss – 0:1. Werder-Trainer Florian Kohfeldt motzte und meckerte lautstark an der Seitenlinie in Richtung des Schiedsrichters, weil sein Team seiner Meinung nach zu Unrecht in der Szene zuvor einen Freistoß gegen sich bekommen hatte. Nach der Pause starteten die Gäste erneut mit einem Lewandowski-Treffer, allerdings stand Müller bei seiner Vorarbeit knapp im Abseits (55.). Der alte und neue Meister kombinierte immer wieder um den Bremer Strafraum herum, blieb aber auch oft in der vielbeinigen Werder-Abwehr hängen. Chancen waren Mangelware, Werder kam nun gar nicht mehr zu gefährlichen Angriffsaktionen. In der 79. Minute sah Münchens Alphonso Davies nach einem taktischen Foulspiel die Gelb-Rote Karte – Werder schöpfte neuen Mut, konnte sich für seinen großen Kampf aber nicht mehr belohnen.

Was sagt die Statistik?

Seit dem September 2008 (5:2 in München) ist Werder Bremen schon ohne Bundesligasieg gegen die Münchner, am Dienstagabend kam das 23. sieglose Spiel in Serie hinzu – die vergangenen 19 Duelle mit dem Rekordmeister wurden sogar allesamt verloren. Zudem bleiben die Bremer mit nur einem Heimerfolg bei 16 Anläufen die schwächste Heimmannschaft der Bundesliga in dieser Spielzeit.

Wie geht es weiter?

Am Samstag in Mainz und am darauffolgenden Samstag gegen Köln (jeweils 15.30 Uhr) geht es für Werder um alles. Die Abstiegskampf-Rivalen aus Mainz (in Dortmund) und Düsseldorf (in Leipzig) könnten zwar an diesem Mittwoch noch weiter vorlegen, spielen aber beide auswärts bei Champions-League-Teams.

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Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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