Dass Sport Körper und Geist fit hält, ist hinlänglich bekannt. Und wenn ich hier von Sport schreibe, dann meine ich wirklich Sport. Bewegung ist gut und ebenfalls gesund, keine Frage. Gehen Sie so viel wie möglich spazieren, lassen Sie Ihr Auto regelmäßig stehen, um zu Fuß zu gehen oder das Fahrrad zu nehmen und bearbeiten Sie Ihren Garten.

Aber Sport ist etwas anderes: Wenn Sie Sport treiben, kommen Sie ins Schwitzen, suchen auch mal Ihre persönliche Leistungsgrenze und kontrollieren möglicherweise Ihren Pulsanstieg. Sport hat auch immer etwas mit Wettkampf zu tun. Und wenn es nur der Wettkampf gegen sich selbst ist: Verbesserung von Ausdauer oder Kraft.

Im Leben werden wir immer wieder gefordert. Tagtäglich werden hohe Leistung und Konzentration von uns erwartet. Das ist bei Schülern genauso wie bei Berufstätigen. Auch in den verschiedenen Rollen unseres Lebens müssen wir regelmäßig hohe Leistungen abrufen: als Eltern, Freund oder Kollege. Hier und da sind wichtige Entscheidungen zu treffen. Auch dabei sind Leistung und Konzentration notwendig.

Körper und Geist arbeiten Hand in Hand. Wenn der Geist regelmäßig hohe Leistungen erbringen muss, muss er dafür trainiert werden. Das machen wir teils unbewusst und teils bewusst. Bewusst zum Beispiel durch das Besuchen von Seminaren oder Fortbildungen. Wenn der Geist regelmäßig beweglich und in der Lage sein muss, maximale Leistung zu bringen, darf der Körper nicht nachstehen. Auch deshalb ist Sport so wichtig.

Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit. Der andere Teil ist, dass durch Sport, also durch hohe körperliche Leistung, emotionaler Druck abgelassen werden kann. Wenn Sie sich also regelmäßig geistig und emotional aufladen, dann müssen Sie Ihrem System auch die Chance geben, sich wieder zu entladen.

Einmal mehr zeigt sich, dass immer der ganze Mensch zu betrachten ist, wenn es um Gesundheit und Gesunderhaltung geht. Die Kunst besteht darin, letztlich in Ausgeglichenheit zu leben, in Balance: geistige Anspannung und Entspannung und körperliche Anspannung und Entspannung. Geistige Herausforderungen und Zeit, den Geist zur Ruhe kommen zu lassen. Und körperliche Herausforderungen und dann auch wieder Zeit, den Körper zur Ruhe kommen zu lassen.

Bei vielen Zeitgenossen kommt der Geist aber nicht zur Ruhe. Und unter den geistigen oder auch emotionalen Herausforderungen leiden oft die körperlichen, für die dann – zumindest scheinbar – keine Zeit mehr ist. Von Balance keine Spur.

Also: Kommen oder bleiben Sie im Gleichgewicht. Nehmen Sie sich Zeit, für Ihren Geist immer wieder Erholungen einzubauen. Und tun Sie was. Fordern Sie Ihren Körper. Auch damit helfen Sie Ihrem Geist. Seien Sie aktiv – auch und gerade im Sommer. Sie müssen ja nicht in der Mittagshitze joggen, sondern können Ihr Sportprogramm auf den Abend verlegen. Wenn es sehr warm ist, dann trinken Sie vor der Belastung genug, möglichst Wasser oder ungesüßten Tee.

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