Wardenburg Der nördliche Ortseingang Wardenburgs ist aus Sicht der Fußgänger und Radfahrer ein Problembereich. Viele Autofahrer rauschen mit den – vor dem Ortsschild auch noch erlaubten – 70 km/h in Richtung Wardenburg. Die Oldenburger Straße (L 870) selbst ist in Höhe des Iburgswegs und Patenbergswegs außerdem recht breit. Wer hier zu Fuß beispielsweise in Richtung Tillyhügel will, hat ein Problem.

Ganz bis zur Ampel in Höhe der Röbeler Straße zu laufen, machen die wenigsten. So besteht schon seit Jahren der Wunsch, die Gemeinde möge eine Verkehrsinsel bauen. Wie die Anlieger jetzt in einem Schreiben an die Verwaltung betonen, warten sie bereits seit 2007 auf diese Lösung. Schon vor sechs Jahren hatten die Ratsgremien grundsätzlich entschieden, in einer Doppellösung Verkehrsinseln im Süden (Reiherweg/Autohaus Heinemann) und Norden (Patenbergsweg/Iburgsweg) bauen zu lassen.

Nicht zuletzt wegen der Abstimmung mit den Landesbehörden dauerte es bis zum Juni 2012, bis die südliche Querungshilfe errichtet wurde. „Zur nördlichen kamen aus dem Rathaus stets vertröstende Worte: Zuletzt sollte die Errichtung einer größeren Wohnanlage an der Ecke Oldenburger Straße/Patenbergsweg abgewartet werden“, erinnert Jens Haake. Der Sprecher der Anlieger ließ in der Bürgersprechstunde des Hoch- und Tiefbauausschusses durchblicken, dass die Bürger auch für dieses Argument durchaus Verständnis gehabt hätten. Eine Querungshilfe, die gleich wieder von schwerem Gerät beschädigt werde, mache schließlich keinen Sinn. Doch mittlerweile sind die Arbeiten abgeschlossen und die ersten Bewohner bereits eingezogen.

Umso unangenehmer überrascht sind die Anlieger, dass sie bei einer erneuten Anfrage im Rathaus die Auskunft erhalten haben, mit einem zeitnahen Bau der zweiten Verkehrsinsel sei nicht zu rechnen. Dies wollen die Bürger so nicht mehr hinnehmen. Mit einer Unterschriftenliste, die von mehr als 400 Bürgern unterzeichnet worden ist, fordern sie Auskunft zu Plänen und Bauzeiten.

Die Gemeinde trifft die Forderung zu einem ungünstigen Zeitpunkt. So ist bereits bekannt geworden, dass es für die Kommune sehr schwierig wird, einen ausgeglichenen Haushalt für 2014 aufzustellen. Seit 1997 werden erstmals Steuererhöhungen erwogen. Viele Ausgaben und Projekte kommen in solch einer Situation auf den Prüfstand. Dennoch räumte Bauamtsleiter Frank Speckmann angesichts der eindrucksvollen Unterschriftenliste ein: „Der Rat wird sich zu dem Thema Gedanken machen müssen.“


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Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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