Wardenburg „Im Moment ist alles in der Schwebe“, sagt Paul Riefstahl. „Aber wir sind auf einem guten Weg“, sagt Frank Speckmann. Der Vorsitzende vom Fischereiverein Wardenburg und der Vertreter der Bürgermeisterin mögen zwar keine Prognosen über die Zukunft der Fußgängerbrücke an der Wassermühle stellen, sind sich aber einig, dass sich die Wogen um das alte Bauwerk allmählich glätten könnten.

Die Brücke an der Wassermühle wurde 1989 gebaut. Ende letzten Jahres stellten Sachverständige fest, dass sie nicht mehr betretbar sei. Daraufhin wurde sie gesperrt. In diesem Februar dann, hat sich der Ausschuss für Hoch- und Tiefbau für einen Abriss ausgesprochen. Die Verwaltung hatte die Sanierungskosten für das marode Bauwerk zuvor auf mehr als 50 000 Euro geschätzt (die NWZ  berichtete). „Da muss man überlegen, ob sich eine Sanierung lohnt oder eine Entfernung nicht günstiger ist“, sagt Frank Speckmann. Nachdem sich allerdings großer Protest bei einzelnen Bürgern, vor allem aber der Dorfgemeinschaft Fladder-Fünfhausen regte, ruderte die Gemeinde um. „Wir haben das falsch eingeschätzt und nehmen die Anliegen der Wardenburger ernst“, sagt der Vertreter der Bürgermeisterin.

Am Donnerstag trafen sich die Gemeindevertreter mit Vereinen und Interessengruppen sowie Gutachtern und Sachverständigen zum bereits zweiten Vororttermin. „Verbindliches können wir noch nicht sagen“, sagt Paul Riefstahl, der als Vorsitzender des Fischereivereins großes Interesse am Erhalt der Brücke hat. „Wir haben viele Zimmerer und Tischler unter den Mitgliedern – die packen gerne mit an, wenn’s ans renovieren geht“, sagt er. Inwieweit das möglich ist und ob „eine Instandhaltung im rechtlichen Rahmen ist“, soll nun geprüft werden, heißt es Seitens der Gemeinde. Es gelte viele Fakten zu prüfen – und auf Rückmeldungen zu warten. „Möglicherweise gibt es Lösungen“, sagt Frank Speckmann. Er selbst hofft, dass sich eine Brücke zwischen allen Interessensgruppen schlagen lässt.

Lea von Deylen Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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