Volleyball
Kapitänin bereitet letzten Aufschlag vor

Die Ende September beginnende WM in Japan wird für Fromm das letzte Turnier im Nationaltrikot sein. Am Samstag kommt die 32-Jährige für ein Testspiel nach Bremen.

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Ein Lächeln für den Volleyball: Maren Fromm im deutschen NationaltrikotBild:
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Oldenburg /Wilhelmshaven Für Volleyball-Nationalspielerin Maren Fromm (geborene Brinker) könnte die anstehende Weltmeisterschaft in Japan das Highlight zum Karriereende werden. Die gebürtige Wilhelmshavenerin will nach dem Turnier (29. September bis 20. Oktober) eine Pause vom Profisport einlegen.

„Nach der verkorksten letzten Saison möchte ich gerne mal Zeit für mich haben und schauen, wie ich ohne Volleyball leben kann“, sagte die 32-Jährige der NWZ. Unprofessionelle Trainingsbedingungen, schlechte Kommunikation und der polarisierende Trainer ließen die ehemalige Spielerin des Oldenburger TB bei ihrer vergangenen Station in der Türkei sogar die Lust am Sport verlieren.

Volleyballer-Ehe

„Am Ende war ich einfach nur froh, dass die Saison vorbei war“, meinte die 1,86 Meter große Außenangreiferin, die mit ihrem Verein Canakkale sogar aus der ersten türkischen Liga abgestiegen war. Eine Hintertür möchte sich die zweimalige deutsche Volleyballerin des Jahres aber gern noch aufhalten. „Falls es mich wieder packt, würde ich mir zu Weihnachten einen entsprechenden Verein suchen. Ansonsten wird die WM mein Highlight zum Karriereende“, sagt die 32-Jährige, die seit Juni 2017 mit Christian Fromm, ebenfalls ein deutscher Volleyball-Nationalspieler, verheiratet ist.

Nach der anstrengenden Saison der Nationalmannschaften in der Volleyball-Nations-League, bei der innerhalb von fünf Wochen auf drei Kontinenten gespielt wurde, folgte eine Pause. Seit zwei Wochen läuft nun die Vorbereitung auf die WM in Japan.

Dort sind die starken Niederländerinnen am 29. September Auftaktgegner der deutschen Mannschaft. Pikant: Gegen den Vize-Europameister von 2015 und 2017 testen die deutschen „Schmetterlinge“ in dieser Woche zweimal ihre Form. Zunächst an diesem Donnerstag in Münster (19 Uhr), zwei Tage später – am Samstag – in Bremen. Los geht es in der ÖVB-Arena um 19 Uhr, es ist der erste Auftritt der deutschen Volleyballerinnen in Bremen seit sieben Jahren.

„Wir erwarten zwei hochemotionale Spiele. Es wird sicherlich eine Standortbestimmung für uns werden, da der Gegner richtig stark ist“, sagte Kapitänin Fromm, die sich vor allem auf die Partie am Samstag in Bremen freut: „Fast vor meiner Haustür haben sich viele Angehörige und Freunde schon angekündigt, das ist immer was Besonderes.“

Ziele für die WM

Bei der vergangenen WM in Italien 2014 scheiterte die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes in der zweiten Runde, am Ende stand mit Platz neun ein solides Ergebnis. „Unser Ziel ist mindestens das Erreichen der Top 10“, sagte Nationaltrainer Felix Koslowski, der auf „extrem viel Leidenschaft und Kampfgeist“ setzt. Bei den Länderspielen in Münster und Bremen wolle man „die Zuschauer mit schnellem sowie attraktivem Volleyball begeistern und ihnen zwei großartige Spiele“ liefern.

Für Maren Fromm werden es nach mehr als 300 Länderspielen vielleicht die letzten beiden Auftritte als „Schmetterling“ vor heimischer Kulisse sein. Doch wer weiß: Eventuell überlegt sie es sich ja nach einer erfolgreichen WM noch einmal und macht zumindest im Verein weiter.

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