Lüneburg Die Volleyball-Provinz träumt von der Sensation. Im Pokal-Endspiel am Sonntag (ab 12.00 Uhr/live im NDR und SWR) gegen Rekordsieger und Favorit VfB Friedrichshafen will die SVG Lüneburg den Coup schaffen.

DER TRAINER „Er ist maßgeblich für den Erfolg verantwortlich, er ist ein exzellenter Trainer“, lobte Manager Andreas Bahlburg Coach Stefan Hübner. Der 245-malige frühere Nationalspieler und Weltklasse-Mittelblocker trainiert die Lüneburger seit dem vergangenen Jahr und verlängerte bei dem Aufsteiger erst vor kurzem seinen Vertrag bis zum Sommer 2017. Es ist die erste Erstliga-Station als Coach für den Ehemann der früheren Vorzeige-Volleyballerin Angelina Grün. „Wir sind ganz krasser Außenseiter“, sagte Hübner der Deutschen Presse-Agentur vor dem Gipfel am Sonntag.

DIE MANNSCHAFT Hübner hat ein homogenes Team zusammengestellt. Der niederländische Außenangreifer Tijmen Laane ragt dabei heraus - und wird kaum zu halten sein. Hübner will, dass sich sein Team im Endspiel nicht zu sehr unter Druck setzt. „Das Risiko besteht, etwas ganz Besonderes machen zu wollen. Es wäre jedoch verkehrt, die Mannschaft noch mehr zu pushen, ihr das Finale als das Spiel ihres Lebens zu verkaufen. Sie braucht nicht noch mehr Druck“, erläuterte der Trainer.

DER VEREIN Seit 2007 besteht die Spielgemeinschaft Volleyball Gellersen (SVG) Lüneburg in ihrer jetzigen Form. Der Aufstieg in die Bundesliga vor dieser Spielzeit war bislang der größte Erfolg in der Vereinshistorie. Zu Saisonbeginn wurde der Club noch als potenzieller Absteiger gehandelt. „Wir wollen hier im norddeutschen Raum, auf diesem Weißen Volleyball-Fleck, weiter etwas aufbauen“, versicherte Manager Bahlburg. Schritt für Schritt soll der Club professionalisiert werden, der Etat von bislang wenigen hunderttausend Euro wachsen. „Knapp 80 Prozent der Spieler wollen hier schon für die nächste Saison weitermachen“, erzählte Bahlburg.

DIE HALLE Alle Bundesliga-Heimspiele in dieser Saison waren ausverkauft. Die Gellersenhalle im Stadtteil Reppenstedt mit einer zulässigen Kapazität von 800 Zuschauern ist längst zu klein geworden. Zwei Spielzeiten darf der Verein den Statuten der Volleyball Bundesliga zufolge dort ohne Ausnahmegenehmigung spielen, danach ist eine Heimstätte mit neun Metern Deckenhöhe - derzeit sind es knapp acht - und einem Fassungsvermögen von mindestens 1000 Zuschauern vorgesehen. Sollte es in der Saison 2016/17 nicht klappen, ist Bahlburg zufolge auch noch ein Jahr als Übergang denkbar, ehe die ersehnte neue Arena fertig sein soll.

DIE EUPHORIE „Die Vorfreude ist riesig. Ich schwebe schon seit Wochen auf einer Wolke, von der man mich nicht mehr runterkriegt“, schwärmte Bahlburg vor dem Kräftemessen mit dem VfB Friedrichshafen. „Mit dem vierten Platz in der Liga haben wir schon mehr erreicht, als wir zu träumen gewagt haben. Wenn wir auch noch den Pott holen, schlage ich drei Purzelbäume.“ Coach Hübner will den Sonntag auch genießen. „Es ist so wahnsinnig, was gerade passiert. Was bei einem Sieg geschieht, daran will ich aber gar nicht denken“, erzählte er schmunzelnd. „Ich verspüre Vorfreude pur.“

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