Visbek Ganz im Zeichen der Archäologie steht der Sonntag, 18. November, in Visbek. An diesem Tag laden die Gemeinde und der Heimatverein Interessierte zum siebten Tag der Archäologie ein, der unter dem Motto „Von Grabhügeln und Silbernieten“ steht. Veranstaltungsort ist erstmals das Haus der Bildung und Familie, Bremer Tor 6. Beginn ist um 14 Uhr.

Auch zur siebten Auflage dürfen sich die Besucher auf allerhand Neues aus dem spannenden Feld der Archäologie freuen. Dazu gehört beispielsweise das neu entdeckte Gräberfeld in Rechterfeld, bei dem auf etwa einem Hektar 54 Bestattungen aus der vorchristlichen Metallzeit gefunden wurden. Vortragen wird hierzu Dr. Iris Aufderhaar von der Firma denkmal3D aus Vechta. Beginn ist um 15.45 Uhr.

Aufschlussreiche Vorträge stehen bereits ab 14.15 Uhr auf dem Programm. Angelehnt an das Motto der Veranstaltung machen Dr. Ulrich Lehmann (Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Münster) und Andreas Hummel (Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Weimar) mit ihrem Vortrag „Untersuchung und Rekonstruktion einer prunkvollen Saxscheide aus Visbek“ den Auftakt. Dank moderner Technik können sie Aussagen zum genauen Aufbau der Hiebschwerter machen, von denen eines eine prunkvolle Waffe des frühen Mittelalters war.

Daran schließen sich die Ausführungen von Reinhard Klumpp vom Sachsenhof Greven-Pentrup an, der über seine Erfahrungen mit der Eisenherstellung in Rennfeueröfen referiert (14.45 Uhr). Er gibt spannende Einblicke in den Aufbau eines solchen Ofens und in die Weiterverarbeitung des heißen Eisens.

Den Abschluss bildet der Vortrag von Michael Wesemann (Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Oldenburg) und Volker Platen (denkmal3D). Ihre Ausführungen stehen ab 16.15 Uhr unter dem Motto „Altbekannt? Unbekannt! Jüngste Erkenntnisse über das Pestruper Gräberfeld im Licht neuer bildgebender Verfahren“. Darin berichten sie von den neuesten Erkenntnissen zu einem der größten bronze- und eisenzeitlichen Gräberfelder Mitteleuropas.

Bereits ab 10 Uhr sowie nach dem Vortragsnachmittag können Besucher das ArchäoVisbek (Rechterfelder Straße 1) besichtigen.

Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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